Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
177
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»Die Tulteken führten den Mais- und Baumwollenbauein, legten Städte und Straßen an, und errichteten die gro-ßen Pyramiden, welche wir noch heut zu Tag bewundern,und deren Seiten genau nach den .Himmelsgegenden gerich-tet stehen. Sie kannten den Gebrauch der hieroglyphischenGemählde, verstanden es, Metalle zu gießen, und die härte-sten Steine zu behauen, und hatten ein weit vollkommnercSSonnenjahr, als die Griechen und Römer. Ihre Ncgierungs-form bewies, daß sie von einem Volk abstammtcn, welchesselbst schon große Veränderungen in seinem gesellschaftlichenZustande erfahren hatte.«

Die Mexikaner sind, nach Clavigero, von mittlerer Sta-tor, aber eher klein als groß, und wohlgebaut, sie habenschwarze Augen, schone, weiße Zähne; dicke, schwarze, glatteHaare, dünne Bärte und sind gewöhnlich an den Armen undBeinen unbehaart. Ihre Haut ist vlivcnfarb. »Die Einge-bornen von Ncuspanien, sagt Humboldt, haben eine noch weitdnnkler braune Hautfarbe, als die Bewohner der heißestenLander des südlichen Amcrika's. Diese Erscheinung ist um somerkwürdiger, da in der caueasischcn Race die mittäglicherenVölker eine weit minder weiße Haut haben, als die nördlichen.«

Diese Erscheinung, wo die dunkle Färbung nicht mit demClinia übereinstimmt, ist indcß im alten Continent nicht ohneAnalogie, und wir haben oben mehrere Beispiele aufgeführt.So sind die Iuloffs in Afrika schwärzer, als die unter demAcgnator, an der heißen Küste von Guinea, wohnenden Völ-ker und die Schottländer sind gewöhnlich von dunklerer Farbeals die Engländer und die Norddeutschen.

Die Mexicaner, besonders die der aztekischen und otomiti-schen Race, haben, nach Humboldt, mehr Bart, als die an-dern Eingeborncn des südlichen Amerika'S. Sic erreichenim Durchschnitt ein hohes Alter, und dieß würde noch häusi-ger der Fall sein, wenn nicht der Branntwein, dessen Genüssesie meist unmäßig ergeben sind, viele Verwüstung anrichtete.In der gemäßigten Zone von Mexico, auf der Hälfte derCordillercn, sieht man öfters die Eiugebornen, besonders dieWeiber, ein Alter von hundert Jahren erreichen. Dabei be-ll. 12