nachbarten Heidenstaaten und sind den Guiiieanegern voll- ^kommen ähnlich; fast alle aber sprechen verschiedene Sprachen, l
Die Bambarra, am obern Nigerlauf, treiben Handelund Ackerbau und haben ansehnliche Städte inne. Die Tom- !buctuer sind schwarz, gut gebaut und thätig. Die Haoussaersind ebenfalls sehr dunkel gefärbt und gleichen darin den Io- !loffs, sie haben kleine Augen, keine platten Nasen und ihrGesicht ist nicht so häßlich, als das vieler Guiucaneger.
Die Dornuesen sind Muhamedaner, aber die Dcdees, wel-che dieselbe Sprache sprechen und in den Bergen wohnen,sind noch Heiden und Wilde; sie haben eine dunkelschwarzc jHautfärbung, einen großen Mund und dicke Lippen; die jSchönheit der Weiber wird nach der Dicke geschätzt. Nach !Lucas werden im ganzen Dornu so verschiedene Sprache»gesprochen.
Südlich von Born», liegt das Reich der Mandara, welchesich in der äußern Bildung vortheilhaft vor den Bornuesenauszeichnen; sie haben eine hohe, platte Stirne, große, fun-kelnde Augen und eine etwas gebogene Nase.
Die Borguer bilden einen mächtigen Staat im östlichenSudan, und unter ihnen sollen an zwanzig Sprachen einhei-misch sein, ohne den Mobha-Dialect, welchen alle verstehen,und der von der Sprache der Furier völlig verschieden, einigeVerwandtschaft mit dem Schilluk zu haben scheint.
Das südlich wohnende Volk von Bagermeh hat wiedereine besondere Sprache: es sind die Cattuufahrikanten desSudan's, schwarz, aber keine eigentlichen Neger.
Die Furier, Bewohner der Oase Darfur, sprechen eine,stark mit dem Arabischen gemischte Sprache; sind ein wahresNegervolk mit vollkommen schwarzer Farbe und wolligemHaare. Die Bewohner von Kordofan sind, wie die Furier,Mohamedaner und mit ihnen von einem Stamme.
Die Schilluks sind nackte Wilde und Heiden, welche dieThaler der Arme des Nils bewohnen. Ein Seitenzweigvon ihnen nahm im löten Jahrhundert Senaar in Besitz,nannte sich Fungi oder Eroberer und trat zum Zslam über.