die Kriege mit den Ashautees sehr geschwächtes Volk, dasnach allen Angaben zu den verworfensten und dcuioralisirte-sten Negern gehört.
Die Ashantee oder AshantiS bilden eines der größtenund merkwürdigste» Reiche auf der Westküste von Africa;sie sind von mittlerer Größe und gut gebaut, noch dunkler !gefärbt und lebhafter als die Küstenneger; nach Bowdich sindsie schöner, aber nicht so muskulös als die Fautce; die Nasensind nicht so platt, die Lippen nicht so dick, als bei den mei-sten Negern; ja man findet nicht selten Habichtsnasen unterihnen und Bowdich sah sehr schöne Leute, selbst mit regelmä-ßigen griechischen Physiognomien; die Weiber sind hübsch undähneln den Iüdicriuncn. Der Mangel der eigentlichen Nc-gerbildung, ihr Aberglaube, viele Sitten und Gesetze, und dieunter ihnen gehenden AuöwandcruugSsagcn, brachten Bowdichauf die Vermuthung, daß sie ursprünglich abyssinische Acthio- ,pen gewesen wären, vermischt mit egyptischen Colonistcn, die Ivielleicht aus den alten Sitzen von Meroü und Gojam ver- Idrängt wurden. Genauere Beobachtungen im Innern vonAfrica, sagt Ritter, welche wir für'S erste noch abzuwartenhaben, werden allerdings erst nothwendig sein, um diese inte-ressante Hypothese zu bestätigen oder ihren leichten Bau zuzerstören.
Die Bewohner vor Accra bei Christiansburg haben ver-schiedene Sprachen und eigene Sitten; sonst bildeten sie einenmächtigen Staat. Bei beiden Geschlechtern findet die sonsthier unbekannte Beschncidung statt. Sie sind schön gebaut;doch haben sie schmale Nasenbeine und vorspringende Kiefer,welches ihnen etwas Affeuhastes gibt. Das Haar ist wollig,gewöhnlich schwarz, öfters aber auch roth.
4) Die Nationen der Sklavcuküste und die Bewoh-ner von Benin.
Vom Rio Volta bis nach Benin wohnt ein merkwürdiges,in mehrere Nationen zerfallenes Volk, mit einer Sprache undeinem physischen Grundcharacter. Sonst' waren die Ardrah,