ftn die Nägel '/r Zoll lang wachsen und tragen ihr Haar! lang und geflochten.
3) Neger der Goldküstc.
Das Land hinter der Goldküste ist in mehrere, kleinerel Staaten getheilt, welche sich oft unter einander bekriegen;
von der Küste von Appolonia bis zum Nio Volta, zahlt mau! sechs Hauptsprachcn, welche jedoch eine gemeinsame Mutter-i spräche zu haben scheinen; der am meisten verbreitete Dialecti ist die Fameesprachc, auch Aminasprache genannt. Das mäch-tigste Volk dieses Theils von Africa sind die Ashantees.Prichard rechnet alle Nationen der Goldküste zu einer Nace,welche er Intarace nennt. —Barbot beschreibt die Negerdieser Küste ans folgende Weise: Im Allgemeinen sind die; schwarzen Bewohner dieses Theilcs von Guinea wohl propor-tionirt, weder zu dick, noch zu kurz; sie haben ovale Gesich-ter, funkelnde Augen, kleine Ohren, hohe dicke Augenbraunen,einen nicht zu großen Mund, weiße, schöne Zähne, frische,kl rothe, nicht so dicke und hängende Lippen, als die Bewohner
'' von Angola; auch sind ihre Nasen nicht so b eit. Meist ha-
ben sie langes, gelocktes Haar, welches bisweilen bis auf dieSchu-tern herabsinkt und nicht so rauh ist, als bei den Be-wohnern von Angola; der Bartwuchs ist bis zum dreißigstenJahre schwach; alte Leute haben ziemlich lange Bärte. Ge-wöhnlich haben die Neger dieser Küste breite Schultern,starke Arme, dicke Hände, lange Finger, einen kleinen Kör-per, aber hohe Schenkel, breite Füße mit langen Zehen. Dieschwarze Haut ist glatt und weich. Ihr Magen verdaut diehärtesten Dinge, selbst die rohen Eingeweide von Vögeln,welche viele von ihnen gerne essen. Sie zeichnen sich durch> ein gutes Gedächtniß aus, sind aber eingebildet, träge, gleich-gültig gegen Glück und Unglück. Die schwarzen Weiber sindgerade gebaut, haben kleine, runde Köpfe, vorspringende Na-sen, einen etwas gebogenen, kleinen Mund, sehr lchöne Zähne,schöne Brüste.
Diese Beschreibung paßt vorzüglich auf die dunkelschwarzeuFantee, sonst ein mächtiges, eit den letzten Jahren aber durch