Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
 

Ä,

4

lüss

der dunkelsten Hautfärbung hier wohnen, und daß die Schwärzenach Golberrp gegen den Aequator zu abniinmt, was die, we-nigstens zum Theil bestehende, Unabhängigkeit der schwarze»Farbe vom Clima beweist.

Neger zwischen dem Gambia und der Goldküste.

In diesem Bereich der Westküste findet sich eine großeMannichfaltigkcit der Nationen, welche von einander durchdie Sprache sehr verschieden sind.

Die Felupen bauen NeiS und Hirse, und treiben Vieh-zucht; sie gehen nackt, haben wollenes, aber längeres Hamals die Neger, eine dünkelschwarze Farbe, rauhe Haut, regel-mäßige GcsichtSzüge, welche ihnen eine größere Aehnlichkeit mitden Indiern, als mit den Negern geben. Sie sind kurz undklein, aber doch stark und beweglich.

Sehr häßlich sind die PapelS, welche an dem Gebaflußwohnen, und grobe, tölpelhafte Sitten mit wildem Aussehenverbinden; in der Nähe habe» die Balan erS ihre Wohnsitze,welche eine völlig verschiedene Sprache reden und noch häß-licher von Gestalt sind. Sie essen Natten als große Deli-katesse; die Bisagos auf den Inseln und an den Küsten deSNio grande verzehren Hunde. Schöner sind die BiafmS,die Bewohner der Küstenrerasse.

In Sierra Leone fand Winterbottom vier verschiedeneNationen, mit völlig .getrennten'Sprachen; die Susu vongelblicher Farbe, Len Fulah verwandt, die Bagos, die Bnl-loms und die Timmaniö, welche dunkelschwarz, aber von schö-ner Gestalt sind.

An der Psesfcrküste wohnen die Quoja, welche aus meh-reren Stämmen zu bestehen scheinen; an der Küste von CapPalmas die Kroos, welche starke, muskulöse Körper haben,und eine Gutturalsprache reden.

Längs der Zahn - oder Elfenbeinküste findet man die Dua-guas, welche eine barbarische, unartiknlirte Sprache reden.Sic sind schwarz, meist groß und stark, haben ungleiche Zähne,indem sic sich dieselben so scharf wie Pfriemen zufeilcn; las-