>Ü8
haben denselben Typus, welcher allen Völkern gemeinschaft- !lich ist, die zwischen Hindostan und China wohnen. Man !möchte sagen, sie waren ursprünglich von der mongolisch- ltartarischen Race, vermischt mit Hindus, Chinesen und Ma- !layen. Gleich den letzteren sind sie im Allgemeinen klein, !handfest, gut gebaut und lebhaft, von dunkelbrauner Farbe ^mit grobem, starken, schwarzen Haar.
Die Siamesen sind, nach Crawfurd, lichtbraun von Farbe,etwas dunkler als Ae Chinesen, aber niemals dem Schwarz !des afrikanischen Negers oder des Hindu sich nähernd, sie jsind kleiner als Hindu, Chinesen und Europäer, aber größer ^als Malaycn. An Verfeinerung der Sitte, an List, Faulheit >und Eitelkeit übertreffen sie ihre Nachbarn; sonst beschreibt sieCrawfurd als mäßig, enthaltsam, friedfertig und versöhnlich.Ihre einsylbige Sprache weicht, nach Klaprath, in den mei-sten Wurzeln vom chinesischen und von den andern indo-chine-sischen Sprachen ab.
Die Annamer gleichen nach Barrow den Chinesen; siehaben plumpe Gesichter und eine dunklere Farbe als die Ma-layen. Nach Crawfurd sind sie klein, zusammengcdrungen,häßlich, aber munter und frohsinnig, die Weiber schöner. IhreSprache ist einshlbig und dem chinesischen ähnlich. Die Co-chin-chinesen sind sanft und gelehrig; bebrütete Eier undWürmer sind ihre Lieblingsspeise. ' '
Die Halbinsel Malacca wird von den nicht hichcr gehö-rigen Malayen bewohnt, die sich auch auf die Sundainselnausgedehnt und den Islam angenommen haben, während alleeben beschriebene Völker den Buddha-cultus besitzen.
e) Afrikanische Völker.
Prichard theilt die afrikanischen Nationen in 3 Klaffen:
1 ) solche, welche in ihrem physischen Baue den Südru-ropäern ähneln, 2) rothe oder kupferfarbene, 5) wollhaarigc,im Allgemeinen schwarze oder braune Menschen. Die erste-ren wohnen in zerstreuten Stämmen in dem nördlichen Af-rika, scheinen von einander abzustammen, und die Uebrrresteder alten Libyer zu sein. Die zweite Klasse enthält die öst-