Sprache zeigt, nach Klaproth, eine Wortvcrwandtschast mitde» tschndischen oder finnischen Dialekten; sie sind den Tschukt-schen verwandt.
4 ) Nördlich von den vorigen, an der Nordostspiße vonSibirien, bis zu den Küsten der Behringsstraße leben dieTschu kt sehen, welche sowohl der Sprache und Sitte, alsdem physischen Baue nach den Korjaken so verwandt sind, daßman beide fast als ein Volk betrachten kann. Sie zerfallenaber doch in zwei Abheilungen, in die nomadischen Tschukt-schen und die Tschnktschcn mit festen Wohnsitzen: letztere zei-gen eine große Verwandtschaft mit den C'ökimos und andernBewohnern des arktischen Amerikas; auch in der Sprachezeigen sich Ähnlichkeiten, vorzüglich aber in den Sitten undim Bane, so daß man die Tschnktschen für amerikanischen Ur-sprungs halten kann. Sie werden als groß und stark be-schrieben; kleine Menschen werden von ihnen verachtet; siemachen also in diesem Bezug eine Ausnahme von der ge-wöhnlichen Beschaffenheit der Nordländer. Cochrane sagt,daß sie eine schöne und Helle Hautfarbe, kräftige, aber wildeund rohe Gesichtszüge hatten. Krankheiten sind ihnen unbe-kannt und gewöhnlich erreichen sie ein hohes Alter. Mitdiesen Angaben stimmt Kotzebne überein.
5) D ie Ka m tsch a dalen. Diese Völkerschaft bewohnt dieHalbinsel von Kamtschatka. Die Kamtschadalcn sind klein,schwärzlich von Farbe, haben ein schwarzes Haar, einen schwa-chen Bart, breite Gesichter, Platschnasen, kleine, tiefliegendeAugen, schwache Angenbraunen und überhaupt zeigen sie einendeutlichen mongolischen Ursprung, womit ihre Sprache über-einstimmt.
6) DieAtnos oderKnrilen, die Bewohner der kurilische»Inseln, sprechen eine eigene Sprache, welche nach Klaprothdie meiste Uebereinstimmung mit den samojedischcn Idiomenzeigt, einige Verwandtschaft auch mit den Dialekten der Cau-casusvölker. Nach Krnsenstern sind die Ainos unter der Mitt-lern Größe, und erreichen gewöhnlich eine Höhe von 5 Fuß,
. L oder 4 Zoll. Sie haben im Allgemeinen das Ansehen der
- Kamtschadalen, unterscheiden sich aber doch bedeutend von ih-