eines Urstamms bewohnt, von denen besonders die Cingale-sen bekannt sind; sie sind länger aus Ceylon, als die Mala-baren, und ihre Sprache gehört znm Sanskrit; ihr Bau istschlank und sie sind von mittlerer Größe, ihre Farbe ist dun-kel und sie ähneln in dieser Hinsicht mehr den Negern, alsden Mulatten. Ihre dunkeln, schwarzen Augen stechen sehr abgegen die glänzende Weiße der Bindehaut. Die vornehmerenVolksklassen, welche sich den Sonnenstrahlen nicht so sehrauSseßen müssen, sind schön, und scheinen selbst Heller als dieBrünetten in England. Bei allen sind Handteller und Fuß-sohlen gleichmäßig weiß. Die eingcwandertcn Malaien sindanders gebildet, gehören zu den indochinesischen Völkern undsind im Allgemeinen Heller, robuster, aber nicht größer alsdie Indier.
Zu den Hindus gehören ebenfalls die über einen großenThcil von Europa und Asien zerstreuten Zigeuner; in Eu-ropa erschienen sie am Anfang des igten Jahrhunderts. Siehaben noch indische Züge und dunkle Farbe.
Die Sprachen der Indier zerfallen in mehrere Dialectc,welche aber alle mit dem altindischen Sanskrit verwandt sind,so daß diese, oder vielleicht eine noch altere Sprache, dieStamm - oder Muttersprache sein muß. Das Sanskrit hatdie größte Verwandtschaft mit der griechischen und römischen,so wie mit der germanischen und persischen Sprache. DieAchnlichkcit liegt, wie F. Schlegel sagt, nicht bloß in einerAnzahl von Wurzeln, die es mit ihnen gemein hat, sondernsie erstreckt sich bis auf die innerste Struktur und Gramma-tik, ist also keine zufällige, sondern eine wesentliche, welcheauf gemeinsame Abstammung deutet.
2) Die Perser und ihre Nachbarn.
Wenn wir Indostan verlassen und die steilabfallenden Ge-birgsketten, die sich am'westlichen Ufer des Indus, in glei-cher Richtung mit dem Strom, von Norden nach Süden alsVormauer aufstellen, überschreiten, und in daö medo-persischeHochland, das Plateau von Iran, treten, das sich in ziemlichgleicher Flache 4000 Fuß über das indische Meer erhebt, so