schwache Lippen, weiche, regelmäßige Züge und schwarze,schmelzende Augen. Sie altern sehr frühe und sind oft mit12 Zähren Mütter, mit 25 Großmütter.
Die Farbe wechselt mehr, und obgleich in derselben einGrnndton herrscht, so gibt cs doch auch, je nach den Kastenund Provinzen, Verschiedenheiten, deren Extreme bedeutendsind. Nach Ward ist eine dunkelbraune Farbe die gewöhn-lichste, und mit schwarzen Augen und schwarzem Haar ver-bunden, andere sind völlig schwarz und die niederen Kastensind überhaupt dunkler als die vornehmen, Hindus. Nachdem Abbö Dubois, welcher lange als Missionar in Mysorewar, ist die Farbe der Hindus braun, Heller oder dunkler, jenach den Provinzen, welche sie bewohnen. Die Kasten, wel-che sich mit Feldarbeiten abgeben und die Bewohner der süd-lichen Districte der Halbinsel, sind so schwarz als die Kaffern,beinahe» wie Neger. Heller sind die Brammen und die vorder Sonne geschützten Arbeiter, wie Maler und andere Künst-ler; sie sind mehr kupferfarben oder hcllkaffeebraun; im All-gemeinen sind auch die Weiber nicht so dunkel gefärbt alsdie Männer und in allen Kasten, ohne Ausnahme, sind Hand-teller und Fußsohlen weißer als der übrige Körper.
Elphinstone beschreibt die Bewohner der flachen und hei-ßen Gegenden am Indus als schwarzer, als die meisten derübrigen Eingebohrenen. Die Leute von Malabar nähern sichsogar in der Schwärze den Gnineanegern. Die Mahrattcnfallen dagegen ins Gelbe und die nördlichen Bergbewohnersind von sehr lichter Farbe und ähneln den Europäern. Sofinden wir also bei den Indiern llcbergänge vom Schwarzbis zur Hellen Färbung der nördlichen Europäer.
Die schwarzen Haare sind lang, schlicht und fein; derBart ist ziemlich stark.
Die Eingebohrnen von Ceylon gleichen den Bewohnernvon Continentalindien und sind ihnen verwandt. ZweierleiNacen machen die Bevölkerung von Ceylon aus. Der nörd-liche Theil der Insel wird von Malabaren bewohnt, welcheReligion, Sitten und Sprache der Indier haben. Das In-nere und die südlichen Küsten werden von mehreren Zweigen