Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

116

schaft zu habe», beide weichen aber durch Struktur undgrammatischen Bau wieder bedeutend von einander ab. A,kIndo-europäischen, besonders die sehr ausgebildetcu Spra-chen, wie daö Sanskrit, daö Griechische und Deutsche, zeich-nen sich durch einen außerordentlichen Ncichthum in ihrer Ent-faltung, durch eine kunstreiche Grammatik aus, welches oftweniger deutlich und weniger regelmäßig bei andern, mehrzerstreuten Sprachresten in Europa, wie bei den keltischenoder gälischen Mundarten der Fall ist.

Die. Völker, welche diese Sprache sprechen, zerfallen mmehrere Stämme: i) den Indischen, wozu alle Nationengehören, welche SanSkrit sprechen; 2) den Persischen, wozudie alten Meder, die Zend und Pehlwi sprechenden Völkergerechnet werden; 3 ) den Pclasgischen, mit dem thrazisclmiZweig und den Bewohnern cincS Theils von Kleinasien, denGriechen und Lateinern; 4 ) den Celtischcn, mit den Basken 'und Cclto-brctonen; 5) den Germanischen; 6 ) den Sla-!vischen.

Die Indo-europäischen Nationen besitzen die Lander in!welchen sic jetzt wohnen, so lange die Geschichte reicht; doch!ist cs nicht unwahrscheinlich, dunklen Spuren zu Folge, L« !Europa noch ältere Bewohner besaß, an welche keine Ge-^schichte reicht. So deuten alle antiquarische Untersuchungen!auf eine uralte Verbindung und Verwandtschaft der Chine- >sen und Egppter mit den alten Etruskern. !

1) I n d i s ch c V ö l k e r. ^

- Seit der Zeit, als Megasthenes den Hof von Palibothr»!besuchte und Alexander seinen Streifzug nach Indien unter-nahm, in einer Periode von mehr als zwei tausend Jahre»,,wo in Europa der maunigfaltigste Wechsel im Bestehende»statt fand, blieben sich die Indier-im Ganzen völlig glcnh lund bewahrten, wie Chinesen und Egppter, im Laufe vieler!Jahrhunderte ihre Wohnsitze und ihren Charakter. Daö ft,höchst eigenthümliche frucht- und volkreiche Hindostan Mi,'eine Welt für sich dar; in einem Raum, so grost wie da§,cultivnle Europa, wohnen hundert und fünfzig Million-»j