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2 (1831)
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handelt, welche noch in die Geschichte fallen, so müssen fol-gende Fragen berücksichtigt werden:

1) Welche Thiere lebten nnd welche Pflanzen wuchsen inder Gegend, von welcher die Nede ist; sind cs dieselben ge-wesen, welche noch jetzt dort leben, oder waren es solche,welche mehr oder weniger Warme, eine mehr oder wenigerfeuchte AthmoSphäre erforderten, als die jetzt dort lebenden?

2) Zn welcher Zeit deö Jahres haben die Menschen infrüheren Zeiten ihre Ernten an Heu, Getraide oder anderenkultivirten Pflanzen begonnen und beendigt?

3) Haben die Wirkungen, welche Zustände der Athmos-,phare auf die unorganische Natur ausübcn, wie zum Beispieldas Frieren der Seen und Flüsse, das Fallen des Schneeseine Veränderung erlitten? Sind die Schnee- und Eismassenin den Gebirgen jetzt größer oder kleiner als früher?

4) Haben die Gebräuche und Geschäfte, welche mehr oderweniger von dem Clima abhängig sind, zum Beispiel die An-wendung künstlicher Wärme, Kleidung, Schifffahrt u. dgl.,eine Veränderung erlitten?

Um diese Fragen zu beantworten bedarf es einer strengenKritik von Seite des Beantworters. Die Alten sind nichtimmer sorgfältig in ihren Beschreibungen gewesen; Abbil-dungen von Pflanzen und Thieren besitzen wir wenige undoft nicht genaue, doch reichen oft Münzen u. dgl., hin zursicheren Leitung. Nicht alle Pflanzen und Thiere sind zusolchen Untersuchungen tauglich, sondern nur diejenigen, wel-che ihre Polar- oder Aequatorialgrcnzen in dem Clima der inFrage stehenden Gegend haben. Dieß wird gleich näher ver-ständlich werden. Fast jede Pflanze hat nehmlich ein be-stimmtes Verbreitungsgebiet; sie hat einen bestimmten Wär-megrad nölhig, um fortzukommen. Nehmen wir zum Beispielan, eine Pflanze gedeiht am besten bei 18 oder 20° jährlicherMNtelwärme, nach der nun allgemein angenommenen Scalades hnndcrttheiligen Thermometers, so wird sie am bestenund häufigsten in einer geographischen Breite Vorkommen,welche diese mittlere Temperatur hat, also z. B. in Malta;sie ist aber nicht gerade auf diesen Punkt gefesselt, sondern