che Spuren haben, bedingt gewesen sein soll. Jene Gco-g,loste» nehmen nun an, daß diese Temperatur immer mehrabgenommen habe, und daß die Abkühlung von den Pole»gegen den Aequator zu erfolgt sei. Die Thierc, welche eineso niedere Temperatur nicht vertragen konnten, seien ausge-wandcrt und lebten jetzt noch am Aequator fort; andere,welche entweder nicht auswandern konnten, oder denen auchdaö Clima am Aequator nicht warm genug war(!), seien zuGrunde gegangen und ihre Gebeine durch partielle Ucbcr-schwemiilungen durchbrechender Seen und durch die Strömeder alten Alluvialepoche weggeführt, und an ihre jetzige»Fundstätten abgcsetzt worden. Diese so höchst künstliche undsonderbare Hypothese, welche neuerlich von einem berühmtenGebirgöforscher, Bou6, aufgestellt wurde, ist ein Beweis, iuwelche Verirrungen selbst ausgezeichnete Männer verfalle»können, wenn sie Sätzen widersprechen, die uns auf demWege einer höheren Offenbarung kund geworden sind. Esist dieß ein Beispiel eines, von den in unfern Zeiten so häu-figen Phantasicgebilden, welche entstehen, wenn man den Weg'ruhiger Forschung verläßt, in Sprüngen zu einem Ziel eiltund über Lücken wegsetzt, welche erst ausgefüllt werden muß,tcu, um solche kühne Schritte zu thun. Da, wo Thatsache»mangeln, und man scheinbar auf andere Resultate geführtwird, welche nicht mit den Aussagen der Schrift übercinstüu-mcn, sollte man sich billig bescheiden, und den Zrrthum in dermenschlichen, nicht in der göttlichen Weisheit vcrmuthen.
Die mosaischen Aussagen über die Schöpfung der Weltund die große Fluth bedürfen keines Beweises. Aber er-freulich ist es für den Naturforscher, Nachweisnngen gebenzu können, und die großartigen Spuren, die der Natur selbstals ewige Mahnungszeichen aufgedrückt sind, zu verfolge».Jetzt sind wir im Stande sehr viele Aussagen der Schriftmit Erscheinungen, welche uns die Naturgeschichte bietet, ver-einigen zu können. Da wir dieß vor wenigen Zahrzehendenkaum ahnen konnten, so steht zu erwarten, daß eine ruhige,besonnene, und mit gläubigem Sinne geführte Forschungnoch vieles ins Reine bringen wird. i