sehen, daß keine sichere Spur von Menschenübcrresten bis sehtals gleichzeitig mit jener alten Thicrgcneration in den Dilu-vialschichtcn aufgefunden worden sind. Auch die Ordnungder Vierhänder, oder die Affen, welche so viel menschenähn-liches im Van haben, und unter allen Thicren die vollkom-menste und höchste Stelle eiunehmen, scheinen nicht zu jenerEpoche, oder wenigstens nicht in den bereits bekannte» unddurchsuchten Gegenden gelebt zu haben, denn sonst würdenwir ihre Ucberreste wohl gefunden haben. Die an lebendenArten so reiche Familie der Fledermäuse, welche den Ueber-gang von den Affen zn den Znsccten- und Fleisch fressendenThicren bilden, scheinen die ersten Thicre.zu sein, wenn wirdie Reihe derselben, nach ihrer Stellung im System, von denhöhcrgcbauten Thicren z'N den minder vollkommenen durchge-hen, welche, wie eS scheint in geringer Zahl zur Diluvial-epoche gelebt haben. Zn der Knochcnbrekzie bei Cagliari inSardinien, so wie in der von Antibcö, wurden Knochen undZahne von einer kleinen Art gesunden, welche mit den nochjetzt lebenden europäischen nahe verwandt war.
Von Znsectenfrcffcrn fand man Neste einer kleinen Spitz-maus in der Knochenbrckzie von Sardinien; andere in meh-reren französischen und wahrscheinlich auch in deutschen Löh-len. Zgcl und Maulwürfe scheinen bis jetzt nicht als wirk-lich fossil aufgefunden worden zu sein.
Sehr zahlreich ist dagegen die Familie der fleischfressen-den Säugcthiere gewesen, deren Uebcrbleibscl vorzüglich inden Höhlen sich vorfindcn. Am häufigsten und, wie eS scheint,über ganz Europa verbreitet, war ein großer Bar mit gewölb-ter Stirne (IA-5N8 Leinens), von welchem man sehr wohlerhaltene Schädel hat; er mochte die Größe eines Pferdeshaben. Sparsamer finden sich zugleich mit ihm zwei andereVärcnarten, welche vorzüglich in Deutschland gehaust zu ha-ben scheinen. Die eine Act unterscheidet sich von dem vor-hergehenden durch eine flachere Stirne und einen schmalerenSchädel; beide übertrafen unfern heutigen braunen Landbä-ren an Größe um ein Drittheil. Die dritte Art, welche sichungleich seltener in unfern deutschen Höhlen findet, muß die