Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
44
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Asien und America gibt es ganze Eisgebirge von mehrere»hundert Fuß -Hohe. Oft liegt auf diesen Eisfelsen eine SchichtDammerde, aus Lehm und Saud bestehend, auf welcherMoos, und in dem kurzen Sommer oft das schönste Grasüppig wuchert. Auf der ersten Entdeckungsreise des russischenCapitanS Kotzebue fanden die Naturforscher der Expedition ineiner solchen Eisniaffe eine außerordentliche Menge Knochenund Za,ne vom Mamnusth, welche in dem Maaßc zum Vor-schein kamen, als das entblößte Eis von der Sonnenhitzeschmolz. Ja, man fand selbst schon mehrmals noch ganzeKö'.per, mit Haut und Haar, wohlcrhalten im Polareis. Derrussische Naturforscher Adams rettete einen solchen Mammuth-cadaver aus den Zahnen der Füchse, welche das Fleisch stah-len und dem die Tunguscn die Stoßzahne abgesagt hatten,uni sie als Elfenbein zu verkaufen. Die Entdeckung geschahim Fahre 1807 am Ausfluß der Lena; das Skelet nebst denHaaren ist in St. Petersburg aufbcwahrt. Dort befin-den sich ebenfalls Kopf und Füße eines Rhinozerosses derVorwelt, welches im Fahre 1771 aus Lein gefrornen Sandedes Willujiflusses auSgegrabeu worden war. Man kennt aucheinige Beispiele solcher, durch die Kalte wohl conservirterThiere. Offenbar ist cs, daß das Eis die Körper gleich nachdem Tode einhüllcn mußte, sonst hätten sie nicht so langevor der Faulniß bewahrt werden können. Dieses Ureis istalso so alt, als der Diluviallehm der Thaler, und als dieAusfüllungsmasse der Höhlen und Spalten. Fn der Thatist cs etwas Großes und Schauervolleö, wenn ein Sterbli-cher dieses Fahrhuuderts, an den EiSgrabern vor Fahrtauseii-dcn vertilgter Thiere, die wohlerhaltcnen, fast frischen Körpereiner Untersuchung unterwirft.

Die Thierformen der Erde vor der Fluth.

i) Die Sängethicrc.

Wenn wir die Thierwelt, welche damals die nördliche»Gegenden der Erde bevölkerte, mit der jetzigen vergleichen,so ergeben sich manche Verschiedenheiten./ Wir werden spater