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krystallisirte Mineralkörper Vorkommen, wie z. B. im GipSIiestcr von schwefelsanrem Strontian oder von Quarz, welchenur durch eine mächtige chemische Wirkung erzeugt werdenkonnten.
Der große Werner, und nach ihm fast alle Gebirgsfor-scher, nahmen an, daß die Gebirge sich allenthalben in einerbestimmten Zcitfolge entwickelten, und daß man gewisse großeEpochen ihrer Bildung unterscheiden könnte; so folgte auf dieUrgebirgsbildung die Uebergangsperiode, dann die Flötzzeit.Ein ausgezeichneter Beobachter, Carl von Naumer, hat abervor mehr als zehn Zähren, nach Beobachtungen im schlesi-schen Gebirge gezeigt, daß man BildungSzciten und Bildungs-raume unterscheiden müsse, und daß zu derselben Zeit, an ver-schiedenen Orten, verschiedenartige Bildungen entstanden, Bil-dungen, welche man als Erzeugnisse verschiedener Epochenzn betrachten pflegte.
Diese Beispiele mögen beweisen, wie wenig man noch imKlaren über die Gebirgsbildung ist. Oben schon wurdenerhebliche Gründe gegen die Annahme von bestimmten, scharfcharacterisirten Vegetationsperioden beigebracht, und ein Glei-ches gilt von solchen Annahmen in der Thierschöpfung. Wasman durch Cuvier darüber erfuhr, schien so gewiß und un-umstößlich, daß man selbst den nun immer häufiger verkom-menden Ausnahmen anfänglich mißtraute.
Nur im Allgemeinen läßt sich vielleicht mit mehr oderweniger Sicherheit Nachweisen, daß, von den ältesten bis zuden jüngsten Zeiten, die Gebirgsformationen stufenweise durchein fortgesetztes Eintreten von neuen, immer vollkommenerorganisirten Pflanzen- und Thierfamilien bezeichnet werden,ohne daß deswegen mit dem Auftreten neuer Formen die al-ten sogleich wieder verschwinden; diese nehmen vielmehr nurallmählig ab. Unter allen Formationen scheint die Kreidenoch am meisten eine trennende Scheidewand zwischen älte-ren und neueren Gebirgen zu bilden. Das älteste Meernährte nur fremdartige Krusten- und Schaalthiere, wenigerPflauzenthicrc, welche die letzte Stufe in dem Thierreiche ein-nchmcn. Viel später erst kamen die luftathmcnden Reptilien,