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2 (1831)
Entstehung
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lösung gebildete Entstehung des Granits, wie eS die Wer-nerische Schule lehrte, zu hegen wagte, bis die neuere Che-mie die große Unwahrscheinlichkeit einer in solchem Sinnegeschehenen Bildung nachwieö, und auf feurigem Weg, selbstdurch die Kunst, die mögliche Hervorbringung solche^ Pro-dukte zeigte. Die neuere Geognosie machte davon Gebrauch;nahm alle geschichteten Gebirgsarten für neptunischen Ur-sprungs, alle ungeschichteten, von denen ein Theil wie dieLaven, sicher vulkanische Produkte sind, für plutonischen Ur-sprungs d. h. durch das Feuer gebildet; dazu rechneten sieauch den stets ungeschichteten Granit. Dabei stoßen sie aberauf so viele Schwierigkeiten, daß es noch immer treffliche Ge-birgsforscher gibt, welche sich nicht mit letzterer Ansicht ver-söhnen können, und daher lieber den ersteren huldigen, wäh-rend sie vielleicht bester thäten, gar keine zu haben. In derThat ist es schwer einzusehen, wie der Granit durch Feuer,die Gneiße und Glimmerschiefer auf wässerigem Wege ent-standen sein sollen, wenn man bedenkt, daß diese Formatio-nen mit einander wechseln und oft auf das Unmerklichste in. einander übergehen. Brongniart wird dadurch so sehr in dieEnge getrieben, daß er den Granit bald den ältesten neptuni-schen Formationen unterordnet, bald ihn als ein plutonischesGebilde betrachtet.

Leopold von Buch hat zuerst überzeugend dargcthan, daßeinzelne Landstriche später über andere, mit ihnen in gleicherHöhe gelegene, emporgehoben wurden, und die neuere Geo-gnosie hat daraus sehr fruchtbare Resultate geschöpft; die Ge-birgssorscher aller Länder schließen sich dieser geistreichen Theo-rie an und weisen immer zahlreichere, dafür sprechende That-fachen nach. Dcmohngeachtet hat sie jenen kenntnißreichenund vielerfahrnen Beobachter auf Hypothesen und Irrthümergeleitet, wovon seine sonderbare Erklärung der Bildung desDolomits ein Beispiel angibt, und die Gelehrten unserer Zeit,welche bei jeder Gelegenheit so gerne ins Schwärmen gera-then, lassen nun überall gewaltsame Emporhebungen statt fin-den, ja ganze Kontinente aus der Meerestiefe steigen, wennsie sich auf keine andere Weise helfen können.