a die Zalil der an einem Tage Erkrankten, b die Zahl der an demselbenTage Gestorbenen, c der Bestand des vorigen Tages, so ist zunächst dieverhältnissmässige Sterbezahl d nach der Formel zu berechnen
d = —100a 4- c
Nun summire man sämmtliche a einer grösseren Beobachtungsreihe, ebenso sämmtliche d, die erstere Summe sei A, die letztere D, und berechneden Quotienten
m = g (für Berlin war m = 2)
Aus diesen Zahlen entwickelt man dann Fiir die Intensität der Krankheitnach den Beobachtungen jedes Tages den Werth
. a + md
1 “ 2
Die Zahlen i und p sind es nun, aus welchen ich in den vorliegendenBeobachtungen den Zusammenhang der Cholera in Berlin mit der gleich-zeitigen Luftfeuchtigkeit dargethan habe, so dass der Werth von i immermit dem vortägigen Werthe von p verglichen worden ist. In den Mittel-zahlen von je vier oder je fünf Beobachtungen giebt sich dann dio er-wähnte Uebereinslimmung kund.
Die Zahl p giebt die verhältnissmässige Luftfeuchtigkeit an, d. h. siezeigt an, wieviel verdunstetes d. ln in Gasform übergegangenes Wasserdie Luft im Vergleich zu derjenigen Menge, die sie überhaupt bei derherrschenden Temperatur aufzunehmen im Stande ist, zur Zeit der Beob-achtung wirklich enthält. Dass also hier nicht tropfbares Wasser ge-meint sei, welches als Nebel, Staubregen u. dgl. in der Luft sclnvebt oderfällt, ist wohl zu erwägen. Wir haben oft Begentage mit sehr trockener Luft.Denn was in der Luft schwimmt oder durch sie hindurchfällt, gehört ihrnicht an. Wenn also ein noch so starker Regen aus höheren Regionendurch die niedere Luft herab sinkt, so enthält freilich jeder Cubikfuss Lufteine Menge Regentropfen, also eine Menge Wasser, da dieses Wasser abernicht als Dunst sondern tropfbar in der Luft vorhanden ist, so vermehrtes als solches nicht die Luftfeuchtigkeit. Ist die Temperatur der Regen-tropfen niedriger als der Tliaupunkt, so wird sich an ihnen noch Wasser-dunst aus der Luft niederschlagen, und die Luft wird durch den Regensogar trockener werden. Daher fangen auch Regenmesser, gleichzeitig aufThürmen und am Erdboden beobachtet, zuweilen unten mehr Wasser aufals oben. Oefter aber tritt der Fall ein, dass die Regentropfen im Ilerab-fallen verdunsten, dann wird die Luft feuchter, und die Vergleichung