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2. Da die Wiederholung der von mir angestellten Beobachtungen inanderen von der Cholera heimgesuchten Gegenden für die fernere Prüfungdieser Abhängigkeit wichtig ist, so füge ich noch kurz die zur Berechnungerforderlichen Data und Formeln hinzu.
A. Man beobachtet im Freien ein trockenes und möglichst nahedabei ein mit reinem Wasser angefeuchtetes Thermometer die Temperatur
des trockenen in Reaumurschen Graden sei t, die des feuchten t.
B. Man berechnet die Dunstspannungen im Maximum für beide Tem-peraturen nach der Formel
Log e = 0,3506511 -f-
7,9817243 t
213,4878 -f- t
in welcher t die Temperatur und e die zugehörige Dunstspannung ist,welche auch bequemer aus einer Tafel, wie sie sich in den besseren phj-sicalisclien Lehrbüchern neuerer Zeit berechnet vorfindet entnommen werden
kann. Die Dunstspannung für die Temperatur t heisse e.
C. Nun berechnet man die Spannung des bei der Beobachtung in der
Luft vorhandenen Dunstes (sie heisse e) nach der Formel
" _ ' 0,55S (t — t) (3
512 — t
/ /
in welcher t, t und e die in Abeobachteten undnachB berechneten Wcrtliebe-zeichnet, ß aber den mittleren Barometerstand des Beobachtungsortes angiebt.
D. Aus den gefundenen Grössen e und e berechnet man nun denDunstsättigungsgrad oder die relative Dunstmenge p nach der Formel
p = 100 -1 e
E. Die absolute Dunstmenge d. h. das Gewicht des in 100 Par. Cu-bikfuss enthaltenen Wassers findet man endlich nach der Formel
_163 e
S "l + 0,005 t
Ich habe in der oben S. 4. zuletztgcnannten Schrift erleichternde Tabellenfür diese Rechnungen aufgestellt. Möchte doch die scheinbare Umständlichkeitder Rechnung nicht von der so einfachen Beobachtung zurückschrecken.Sechs Beobachtungen täglich in möglichst gleichen Intervallen sindzur Erzielung eines anwendbaren Nüttels durchaus erforderlich.
F. Um mein vielleicht auch auf andere epidemische Krankheiten an-wendbares Verfahren in Berechnung der Cholera-Intensität anzudeuten, sei