AbtheihiR" Deutschlands bildet der bunte Sandstein und der Schiel'erleUenein weit ausgedehntes Gebirge; man kann annehmen, dafs er in Frankreich westlichvon Basel bei Luxevil und Epinal an der Weslgränze des dortigen Granits anfangtund parallel mit dem Rheine bis nach Mainz hin, in nordöstlicher Richtung, dieVogesen bildend, hinaufreicht, wo er sich dann von Saarbrücken aus, das Ufer derSaar entlang, über Saarlouis, Merzig, Mettlach bis nach Trier, von da bis in dieEifel, bis Schönccken und Geroldstein, und nach einer Unterbrechung durch U r-kalk sogar bis Düren hinauf erstreckt. Auf der Ostscitc des Rheines, an der Ost-gränze des Granits des Schwarzwaldcs, und von Basel anlangcnd, setzt sich diebunte Sandsteinformation ebenfalls parallel mit dem Rheine durch den Schwarz-wald, durch den Odenwald, den Spessart nach Ilesscn-Darmsladt, Hanau, Fulda, Hessen-Cassel, Waldeck bis in die Gegend des Harzes, bis an die Weser, östlich bis Halle,Lützen, Zeitz, Borna, Lausigk, Golditz, Altenburg, Glauchau, Ernstthal, Zwickau fori,unterbrochen von Granit, von basaltischen Formationen, von Keuper undMuschelkalk, sonst im Ganzen offenbar als ein zusammenhängendes, von der Schwei/,nordnordöstlich ausgehendes Gebilde zu betrachten. Der bunte Sandstein kommt,dann wieder vor in Böhmen, in Schlesien, in Oestreichisch-Schlesien, in Mähren, inPolen, dann im Salzburgischcn an der Nordgriinze der Thonschiefcrformation.Der rothe Sandstein, das Roth- oder Todtlicgcndc und der Zcchsteinkommen vor: südlich vom Harze bei Walkenried, im Mansfcldischen bei Eisleben, beiGcrbstädt, Rothenburg an der Saale, bei Schlettau, bis in die Gegend von Köthen,ferner im Thüringer Walde bei Eisenach, Wartburg, Tambach und Neubrunn, end-lich in den Alpen unterhalb des Wallenstädtcr-Sces bei Terz, Mulz und Sohl, dannbei Graubündten, südlich von Glarus.
Der Gyps tritt an folgenden Punkten in Deutschland auf: In der norddeutschenEbene bei Lüneburg, bei Lübschen, Sägebcck an der Travc, bei Lübeck, ferner ander Griinze der mittleren Abtheilung von Deutschland bei Rothenburg, Grevenhagen,Oldendorf an der Weser, Salzdctfort, um Halle bei Immendorf, Locklum, bei Dardes-heim, Schwanebeek, bei Hedersleben, im Braunschweigischen und Hannoverschen,dann in Schlesien bei Loslau; im mittlern Deutschland sehen wir ihn wieder in derEifel an der Siir, an der Mosel, an der Saar bei Zweibrücken, Saargemünd, Saar-brücken, besonders aber in Frankreich bei Dicuze, Moy-en-Vic; ferner am Neckarbei "Wimpfen und Heilbronn, an der Jaxt bei Dinbach, in der Umgegend von Stutt-gart, Kannstadt, bei Oettingcn, Wallerstein; ferner am obern Neckar, bei Oberndorf,Sulz, Denningcn; dann endlich in den Alpen, südlich vom Genfcr-See bei Margny,Bex, Egel und an mehreren andern Punkten um den Montblanc.
Der Muschelkalk bildet oft lange, fortgesetzte Gebirgszüge, wie im Thürin-gischen, Hessischen, in Meiningen, im Würzburgischcn, wo er das rheinisch-östlicheSandsteingebirge bis nach Laufenberg begleitet; eben so begleitet er das rhei-nisch-westliche Sandsteingebirge von Bidburg in der Eifel an in schmalenZügen längs der Saar, dann von Saargemünd bis nach Zweibrücken, undweiter bis nach Luxevil in der Höhe von Basel sich hinauf erstreckend. Im öst-lichen Deutschland zeigt sich der Muschelkalk gar nicht; nur in der Woiwod-schaft Sandomir tritt er ebenfalls wieder in Begleitung des bunten Sandsteinesund der Grauwacke auf. Im nördlichen Deutschland sehen wir ihn unter ähn-lichen Verhältnissen bei Magdeburg wieder erscheinen, w r o er sich von Erxlebcn bisnach Bernburg hinabzieht; ferner überall da, wo sich bunter Sandstein zeigt,im Braunschweigischen, Hannoverschen, bei Pyrmont, Holzminden, Höxter, Vörden,Warburg, Westuffeln, Hof-Geismar, bei Wilhelmshöhe, bei Cassel, dann bei Göllin-