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seltener in den Mineralquellen vor. Der organische ExtractivstofF, der in den Ana-lysen mit verschiedenen Namen bezeichnet wird, z. B. vegetabilische, animalische,organische Substanz, Erdharz, ExtractivstofF, harziger ExtractivstofF u. s. w., findetsich in fast allen Mineralquellen, nimmt jedoch bald diesen, bald jenen Charakteran, bis er in den iieifscn Quellen, und besonders in den heifsen Schwefelquellen,unter einer eigentliümlichcn Gestalt erscheint und dort den Namen Baregin, Vau-quelin, nach Anglada Glairin, und nach Monheim Theiothermin bekommt.
An gasförmigen Bestandteilen enthalten die Mineralquellen Kohlensäure, Scliwe-1’elwasserstolFgas, Stickstoffgas, Sauerstolfgas und Kohlenwassersloßgas; letztere beideGasarten kommen jedoch äufserst selten vor.
Die Imponderabilien, die unter den Chemikern besonders von Kästner undWurzel- in Form der Electricität und des Magnetismus, unter den Aerztcn besondersvon Hufeland und llarlefs in Form eines lebendigen, organischen Fluidums, einesErdgeistes, oder einer specifischen Wärme angenommen werden, mufs man, so langesolche nicht nachgewiesen sind, für problematisch halten, besonders, da die Resul-tate der chemischen Untersuchung in der Regel zur Erklärung ihrer Heilwirkunggenügen.
Die chemische Analyse einer Mineralquelle beschäftigt sich fürs Erste mit derphysischen Beschreibung der Quelle; sie bestimmt die Farbe, den Geruch, den Ge-schmack, die Temperatur, das ruhige oder unruhige "Verhalten der Quelle, die Ver-änderlichkeit oder Stätigkeit derselben bei atmosphärischen Veränderungen; sic be-stimmt die Menge von Wasser, welche die Quelle zu gegebener Zeit liefert, diemittlere Temperatur des Ortes (an genauer Beobachtung des Thermometers und Ba-rometers zur Bestimmung der Salubrität solcher lleilorte fehlt es fast eänzIiclO
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endlich das specifische Gewicht und den Gehalt an flüchtigen und festen Bestand-teilen der Qualität und Quantität nach. Eine Brunnenbeschreibung gibt aufscr derphysicalischen und chemischen Beschreibung des Brunnens noch Nachricht von derLage der Mineralquellen, von ihrer Umgebung, von den geologischen Verhältnissendes Ursprungsortes der Quelle, von den geschichtlichen und naturhistorischen Denk-würdigkeiten ihrer nächsten und Fernern Umgebung, von dem Clima, von demStreichen der Berge und Thäler, von der Höhe der Mineralquellen über der Mec-resfläche, von den Einrichtungen der Badeanstalten, von den Unvollkommenheitenund Vorzügen derselben, und dann endlich eine genaue Aufzählung derjenigenKrankheitsformen, in denen sich die beschriebene Mineralquelle nach den Erfahrun-gen aller Zeiten heilsam bewiesen hat. Als Muster einer solchen Monographie kannman Osanns Beschreibung des Kaiser-Fx-anz-Bades bei Eger und Monheim’s Beschrei-bung von Aachen hinstellen.
Bei den Foi-tschrittcn der neuci-n Chemie und bei der Vei-bi-eitung ihi-cr Kennt-nifs unter den deutschen Aei-zten und Phai-maceutcn wäre es sehr zu wünschen, dafssich die Chemiker in ihren Anstrengungen zur näheren Kenntnifs der chcmisch-physicalischen Beschaffenheit der Mineralquellen vereinten, und dabei alle diejenigeGenauigkeit anwendeten, welche die neuei-e Ausbildung der Chemie ihnen gebietet.Die Analysen der Mineralquellen, die in Zwischenräumen von mehreren Jahren, nachdenselben Principicn, von denselben Personen, wenigstens nach dei-selbcn Methode,mit denselben Instrumenten angestellt und wiederholt würden, könnten uns überdie Abweichung der Mineralquellen in Hinsicht ilu-es chemischen und physicalischen"Vei-haltcns Aufschlufs geben. Ohne diese allerdings schwer zu ei-füllende Bedinmm"wird es aber auch nicht möglich seyn, über die wirklichen oder scheinbaren Um-änderungen und Abweichungen in dem Vex-halten einer Minei-alquelle zu urtheilen.