Wechselrechnung.
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kauft und verkauft werden. Z. B. Ich muß an PeterBaumhof in Amsterdam für empfangene holländische Waa-ren 1000 Gulden zahlen; dieses Geld brauche ich ihmnicht baar zu übersenden, ich höre und erfahre, daß hie-sige Kaufleute in Amsterdam, wegen dorthin verkaufterWaaren zu fordern, und dafür Wechsclbriefe von ihrenDebitoren in Händen haben; ich gehe zu einem derselben,kaufe ihm für die benöthigte Summe einen oder mehrereWechsel ab, zahle an ihn den Werth mit hiesigem Gelde,wofür er mir, durch das Jndoffement, den Wechsel über-trägt; diesen trete und sende ich weiter an Peter Baum-hof ab, welcher sich dann in Amsterdam von demjenigenbezahlen läßt, auf den der Wechsel spricht. Eben sostehen auch ganze Länder durch den Handel mit einanderin Verbindung, wo eins am andern zu fordern und andas andere zu zahlen hat.
Es gibt Kaufleute, deren eigentliches Geschäft darinbestehet, daß sie mit Wechselbriefen handeln, und diesenennet man Banquiers. Bei denselben kann manWechselbriefe gegen baare Zahlung verkaufen, auch Wech-selbriefe auf auswärtige Handelsplätze, wohin man etwaszu zahlen hat, kaufen. Solcher Banquiers findet man infast allen vornehmen Handelsstädten, zum großen Nutzenund zur großen Bequemlichkeit der Kaufmannschaft. DieCasse und den öffentlichen Credit des Banquiers nennetman die Wechselbank, oder kürzer: die Bank. Dieöffentlichen Banken stehen mehrentheils unter landesherr-licher Autorität und Garantie, so daß man denselben seinGeld und Vermögen sicher anvertrauen, und nachher durchdieselben Zahlungen ohne große Unkosten leisten kann.
In den berühmten Banken zu Amsterdam, Hamburgu. a. O., werden die Münzen nie über ihren innerlichenWerth gesetzt und bestimmt. Dieses Geld, welches alle-mal das Beste des Landes ist, nennet man Bancogeld,und die Scheine, welche die Bank für das ihr zur Ver-wahrung anvertraute Geld von sich gibt, Banknoten.
So wie in verschiedenen Städten und Ländern nichteinerlei Maaß und Gewicht ist, so ist auch in denselbendas Geld und die Münze verschieden. Theils rechnet manin einem Lande nach reellen (wahren, wirklichen), theilsauch nach fingirten (erdichteten, eingebildeten) Geldsor-