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Mischungsregel.
Das reine nnvermischte Silber nennet man feinesSilber oder i6löthig. Da aber das Silber gemei-niglich mit mehr oder weniger Kupfer oder Zusatz ver-mischt wird, so ist daher eine eigene Redensart entstan-den, um dadurch den Gehalt, Werth oder die Gütedesselben auszudrücken und zn bestimmen. Wenn dahereine Mark Silber aus 12 Loth feinem Silber undü Loth Kupfer bestehet : so wird es I2löthiges Silbergenannt; sind unter 10 Loth feinem Silber 6 LothKupfer, so heifit es lOlöthiges Silber, u. s. w.
Bei dem Golde theilet man die Mark in 2Ü Karat,jedes Karat in 12 Grün, und also die Mark Gold, wiedas Silber, in 288 Grün ein. Das reine unvermischteGold wird feines Gold oder 2ükaratig genannt.Da aber auch das Gold mit Zusatz von feinem odervermischtem Silber pflegt vermengt zn werden: so wirdauch dessen Gehalt und Güte nach dem feinem Golde,welches sich in einer Mark befindet, bestimmt. Sindz. B. in einer Mark 16 Karat feines Gold, und also8 Karat Zusatz, so nennet man es lökarathig, u. s. w.
Bei den Metallen wird der Zusatz von Kupfer, sowie etwa das Wasser bei den flüssigen Materien, für0 Gehalt oder nichts gerechnet.
Durch diese Erklärung ist nun die vorige Aufgabeverständlich, und nach der gegebenen Regel leicht zuberechnen, als:
Mark löthig Loth fein
10 X 12 — 120
_6 X 10 — 60
16 in 180
Antw. 11^ löthig.
Aufgabenvon der ersten Art.
1. Ein Münzmeister schmelzt eine Mark von10-, und eine Mark von Isilöthigem Silber untereinander: Von weichem Gehalt ist das gemischteSilber? Antw. 12^löthig.
2. Ein Weinhandler mischt dreierlei SortenWein, nämlich die Ohm zu flfl, 60 und?0Thlr.,