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Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : mit 5 Kupfertaf.
Entstehung
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§. 88 '

Jene Absonderung des apfelsauren Kalks, istum so nothwendiger, weil derselbe, falls er mit demSyrup gemengt bliebe, ihn verunreinigen, und sichbey der Scheidung des Zuckers daraus, mit die-sem zugleich ausscheiden würde. Wenn indessengleich bey einem 2-jsiündigen Stehen des Syrupssich der apfelsaure Kalk fast ganz daraus absondert,so bleibt doch mit dem Ueberreste eine bedeutendeMenge Syrup verbunden, den man gleichfalls da-von zu befreyen trachten muß, um keinen Verlustan Zuckertheilen zu erleiden, der sonst unvermeid-lich seyn würde.

§. 89 -

Um diese Ausscheidung des apfelsauren Kalksvon dem dicken Satze des Syrups zu veranstalten,kann man sich folgende Versahrungsart als dereinfachsten und kürzesten bedienen. Man verdün-net jenen Bodensatz mit seinem gleichen Umfangekaltem Wasser, setzt alsdann für den Umfang vonjedem Quart desselben einen Theckopf voll abge-rahmte Milch hinzu, rührr alles recht wohl unter-einander, und erbitzt alsdann das Ganze zumSieden, tziebey gerinnet der käsige Theil derMilch, bindet die Theile apfelsauren Kalks, machtsie mitgerinnend, und der nun klar gewordene Sv-rup kann, noch siedend heiß, durch einen Spitz-beutel von Moltom gegossen werden, welcher diegeronnenen Theile zurück hält, und den klarenSyrup hindurch laufen läßt, , wodurch kein Zuckerverloren gehet.