Druckschrift 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : mit 5 Kupfertaf.
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

§- 75 -

Wendet man hiebey zu viel Kalk an, so erhaltder Saft davon einen widrigen Geruch und Ge-schmack, und man hat alsdann mit Schwierigkeitenzu kämpfen, um diesem Uebel wieder abzuhelfen.Wendet man hingegen zu wenig Kalk an, so wirddie Acpfelsaure nicht vollkommen gebunden, unddas Ammonium nicht vollkommen entwickelt, eSbleiben zu viel Schlcimtheile mit dem Safte verei-nigt , und der Zweck wird gleichfalls nur sehr un-vollkommen erreicht.

§. 76 .

Bcy einer hinreichend genauen Beobachtungdieser Vorschrift, wird man finden, daß, um einQuart jenes Saftes mit dem gelöschten Kalkpnlverzureinigen, bald 8o, bald ioo, bald izoGrandes letzter» erfordert werden, woraus also hervor-gehet, daß kein bestimmtes Maaß deS Kalkes fest-gesetzt werden kann, weil die grössere oder geringereQuantität der durch selbigen zcrstöhrbaren Bcymi-schnngen, die der Runkclrnbensaft enthalt, nurallein den Maaßstab dazu angeben muß.

k) Klärung des durch den Kalk gereinigten Saftes aufdem Klärungsbottich,

§. 77 .

Ist die Reinigung des Saftes durch den Kalkvollendet, so wird der so gereinigte Saft nun aufeinen KlarungSbottich (§. zo. 8.) gebracht,'worauf derselbe 24 Stunden lang ruhig stehenbleibt. Hiebe» fetzt sich der gebildete Schlamm zu

C Z