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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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Der mathernati sche Theil ist durch Delidor, Ae:zouk, Tcmpelhof, Bega» Nouvroy (eigentlich Leon-hardi) vollständig bearbeitet worden.

Der eigentliche niilitairische (taktische) Theil lagnoch vor wenigen Jahren ganz in der Kindheit, Überden Gebrauch der Artillerie in Verbindung mit den übri:gen Waffen hat vor mir Niemand geschrieben. Avril«Regeln zur Plaoirung des Geschützes im srcien Felde, ent-halten viel Gutes, aber sie kragen das Gepräge der Ein-seitigkeit.

Ich bin beniüht gewesen, diesen letzkern und vor demFeinde wichtigsten Theil der Artillerie-Wissenschaft im2 ken Bande der Artillerie für alle Waffen so vollständigzu behandeln, als es mir damals (18^6) möglich warWenn man erwägt, daß ich den säst ganz unbearbeitetenBoden erst zurichtcn und ebnen mußte, so wird man die-sen Versuch mit billigen Augen betrachten. Ist die Bahneirtmal gebrochen, der rauhe Weg geebnet, daun ist freilichmitwandecn leicht, klug sprechen noch leichter. Esgereicht mir zur Genugkhuung, daß spätere Schriftstellerkhcils wörtlich von mir abgcschrieben, theils das, was ichgesagt, mit veränderten Worten ohne neue Zusätze wieder-gegeben haben.

So viel über die Feld-Artillerie. Was die An-wendung und den Gebrauch der Artillerie im Festungs-kriege betrifft, so besitzen wir auch darüber nur Bruch-stücke. Vor Monkolembert und Carnok treffen wirwenig Genialität in der Behandlung des reichen Stoffesan; Originalität desto häufiger, denn jeder suchte seinenVorschlägen und Systemen ausführbar oder nichtdiesen Charakter zu geben. Oie Leute vergaßen, daß dieArtillerie im Festungskriege eine Hauptrolle spielt, undseit der Erfindung des Schießpulvers aller Festungskriegohne Artillerie ein Unding ist. Ich habe meine Mei-