Druckschrift 
Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

162

letzter« folgern wollen, indessen darf nicht unbemerkt blei-ben, daß so oberflächliche Ansichten bei der preußischenArtillerie keinen Eingang gefunden haben, und auch schwer-lich finden dürften, ini Gegentheil, daß der wünschens-werthe Zeitpunkt, wo die reitende Artillerie als eigen-thüniliche Waffe in ihre Rechte wieder eingesetzt wird,vielleicht noch von den Zeitgenossen zu erleben seyn möchte.

Die verbesserte Anwendung des Langtaus beim -Ma-növrircn mit dem Geschütz in der vollen Ebene und ingemessener Entfernung von feindlicher Reiterei.

Die zweckmäßigere Einrichtung der Lasseken und Proz-zen im Allgemeinen, die Entfernung aller unwesentlichenEisenschläge, und die bessere Verwahrung der Munitiongegen die Einwirkung der Witterung.

Die leichtere Beladung der Protzen mit Munition,ohne dabei dem so nökhigen Erforderniß, daß die Feldge-schütze eine für die gewöhnlichen Vorfälle des Gefechtsausreichende Schußanzahl bei fich führen, im mindestenzu sährden.

Oie Verbesserung des Geschirrzeuges und die Einsüh»rung starker Zugtaue statt der ehemaligen dünnen Schnüre.

Oie Einrichtung, daß die Fuß-Artillerie im Friedenmit Gewehren bewaffnet ist, um deren Eigenthümlichkei-ken desto näher kennen zu lernen.

Wir sehen hieraus, daß kein Zweig dieser eben so zu-sammengesetzten als wichtigen Hauptmasse des Heers un-berückfichkigt geblieben ist, daß für die wissenschaftlicheAusbildung in dieser Periode eben so viel gekhan wardals für das bloß Praktische, und endlich, daß in der me-chanischen Einrichtung der Geschütze und Fuhrwerke fastnichts, in der Zusammenstellung des Ganzen aber nur