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leichte Reiterei mit 3 Falkonen vorausschickke, um dieNachhut der Üstreicher rasch zu verfolgen. Eine ähnlicheMaaßregel zeigt Sie Schlacht bei Ccaisolleg (iZgcf),in welcher der Herzog von Enghien drei vierpfündigeKanonen, doppelt bespannt, mir Ser Reiterei und tausendberittenen Arquebusircrn verschickte, um den Angriff einesBerges zu unterstützen, und denselben dann zu behaupten;während des Gefechtes standen sie in den Zwischenräumender Reiterei, und beschossen das feindliche Fußvolk mitErfolg. Der schwedische General Cardell, früher inpreußischen Diensten, der 1792 die schwedische reitende Ar-tillerie organisirke, schrieb i» seinem 1793 publizirten Buche:Es schien ihm, daß die Rennwagen, deren sich die Mag-deburger im Jahre iHZo gegen den Herzog Georg vonMecklenburg bedient haben, eine Art reitender Artilleriegewesen scy, weil sie bloß mit der Reiterei agirken. Ingleicher Absicht scheint Gustav Adolph seine sogenann-ten ledernen Kanonen eingeführt zu haben; in derSchlacht bei Leipzig (i6Zi) theilte ec dieselben, nebst eini-gen Muekcticr-Abtheilungen, seiner Kavallerie zu. — Oergroße Kurfürst, Friedrich Wilhelm, verdankte (167Z)zwölf leichten Geschützen, welche vermittelst doppelter Be-spannung, der Kavallerie, mit der er allein den Schwe-den entgegen ging, folgen konnten, den herrlichen Sieg beiFehrbellin, (den Enkeln ein reichsprossender Lorbeer). —Auf gleiche Weise bediente sich der Prinz Ludwig vonBaden vier kleiner Feldstücke, als er (1688) nur mitZooo Pferden bei Tirmenitz den Angriff gegen die Tür-ken wagte. Eine rücksichklich des Zwecks der reitendenBatterien ähnliche Einrichtung, hatten die Türken in demTreffen bei Patozin (1690), in welchem sie dreipfündigeKanonen, deren zwei immer von einem Kameel getragenwurden, so daß auf jeder Seite desselben eine in einerGabel hing, mit sich führten, deren Bedienung zu Pferde
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