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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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leichten schwedischen Beigaben; Friedrichs Kriegskunst,welche ihn rettete, Europa bewegte beruhte auf demGrundsatz schneller Oeployirung und genauester Evolutio-nen; in der neuesten Zeit vorzüglich fand das Prinzip Truppen zur möglichsten Leichtigkeit zu bilden volleWürdigung und allgemeinste Anwendung. Nichts schiendiesem Streben mehr entgegen zu seyn, als nach Erfindungdes Pulvers, die Einführung der schweren Geschütze. Ob-gleich dieselben wegen ihres Gewichts, ihrer Größe undunbehülflichen Gerüste anfangs nur im FestungS - undSeekriege gebraucht werden konnten, so fiel man doch balddarauf, dieselben leichter und beweglicher anzufectigen, da«mit sie auch den Heeren folgen und in Schlachten ange-wendet werden könnten, und schon im Jahre iHgZ findenwir, daß Karl VIII. eine Anzahl Karthaunen (Stein- undFeuerbüchfen) auf seinem Zuge nach Italien mit sichführte. Bei dem bedeutenden Einfluß, welchen die Ge-schütze seit dem i6ten Jahrhundert in jeder kriegerischenUnternehmung erhielten, und bei der großen Vermehrungderselben, war man immermchr darauf bedacht, sie durchLeichtigkeit und richtigeres Verhälkniß in ihrer Strukturzur größeren Anwendbarkeit und Wirksamkeit im Feldefähig zu machen, sic daher vor allem so einzurichten, daßman dieselben bei ollen gewöhnlichen Bewegungen mit sichführen und gebrauchen könne. Wie rasch man darin vor-schritk, beweisen die Kriege Karls V., Philipps II.,der dreißigjährige Krieg, die Geschichte Ludwigs XIV.,Karls XII. Zuge. Doch die wesentlichen Verbesserun-gen erhielt die Artillerie im vorigen Jahrhundert, und vor-zugsweise durch Friedrich den Großen und durch dieFranzosen, wovon wir hier nur die erste Einführung derreitenden Artillerie, wie ihre fernere Geschichte, kurzberühren wollen."

Friedrich erkannte, daß die größere Ausbildung sei-

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