wärklg ,'n den Händen S. K. H. des Prinzen August vonPreußen befindet, und früher zur Bibliothek des Mar»schalls von Sachsen gehört hat. Dasselbe trägt auf dempcrgamenknen Deckel die Jahreszahl -5g7, ist in Quartomit schwarzer Dinte und rothcn Initialen und Überschrif-ten geschrieben, und fuhrt wörtlich den Titel:
„Kunstbuch Von Arkolorey vndt Büchsenmeisterey fa-chen, darinnen allerlei guette vndt bewerte stück zu-sammen verfasset, vnö in sonderliche Eapitell bcgries-fen sein, wie volgendes Register ausweisek."
Das Manuskript ist mit mehreren gemalten Figurenund Abbildungen geziert, die freilich im Geschmack der da-maligen Zeit und etwas roh gearbeitet sind, aber derenFarben sich bewundernswürdig erhalten haben; die Lich-ter sind mit Schaumgold oder Schaumsilber aufgesetzt.
Hin und wieder finden sich einige angestrichene Stel-len, vielleicht um vorzüglich brauchbare Dinge anzu-dcuken.
Das erste Kapitel beschäftiget sic^mik dem Ur-sprung der Artillerie und dem, was einem Büchsenmeisterzu wissen nvthig ist. Der unbekannte Verfasser schreibtmit Bestimmtheit die Erfindung des Pulvers im Jahrenach Ehr. Geb. iZgo, dem Mönch Bactholdug Nigeroder dem schwarzen Dartell zu, der nach seiner Mei-nung ein gewaltig berühmter und vortrefflicher Alchimistund Rigramist (Schwarzkünstler) aus Kriegeslanden(am Rande steht Qr-iocia) gewesen ist, und Gold, Silberund andere Metalle zu scheiden verstand, auch mit wun-derbarlichen abentheurischen Sachen umgegangen sey. EineMischung von Salpeter, Schwefel und Blei öl in einemerhitzten kupfernen Gefäße habe ihn zuerst aus die Erfin-dung des Schießpulvers geleitet; auch habe er eine Büchsegießen lassen und Steine daraus zu werfen versucht. Der
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