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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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seinem iZZ7 zu Ulm hccausgegcbenen Kci'cgSbuche, sprichtvon ihnen unter dem Namen der sprengenden Kugelnals von einer ganz bekannten Sache, die bei Belagerun-i gen von Freund und Feind schon oft gebraucht wordenfcy, und in der angeführten Stelle wird auch gelehrt, wieman diese hohlen, eisernen, mit feinem Pulver gefülltenund mit einer eisernen Drandröhre versehenen Kugeln ausHaubitzen schießen soll. Uffano, der um das Jahr röoolebte, sagt, daß man die sprengenden Kugeln zum Theilmit Pulver, größtentheils aber mit Drandzcug füllte undsie gewöhnlich aus Skückmetall zu gießen pflegte. Auchführt ec an, daß der Name Bombe nach Sen Brandröh-ren, die ursprünglich so geheißen haben, erst zu seiner Zeitin Gebrauch gekommen sey.

jOie Deutschen, Spanier und Niederländer hatten sichder Bomben und der kleinern Granaten schon lange beiBelagerungen bedient, als der englische Ingenieur Mal-thus gegen das Jahr i63c> auch die Franzosen unterLudwig XIII. damit bekannt machte, welche sie 16Z4 zu-erst anwendcken. Er erfand auch die Bränder oder Zünd-lichter, um beim Losbrennen des Mörsers sicher zu gehen,da man damals noch mit zweien Feuern schoß, d. h.zuerst den Zünder der Bonibe anzündete und dann denMörser abfeucrtel! Dagegen waren die Petarden, diemit den sprengenden Kugeln gewisterinaßen Aehnlichkeithaben, schon 137g in Frankreich durch die Hugenotten er-funden worden.

So wie unsre Vorfahren die Ungeheuern großen Ka-nonen und Kugeln liebten, so hatten sie auch Mörser undBoniben ähnlicher Art, wovon nur ein Beispiel hier an-geführt werden soll. Als die Schweden 16^2 Brieg bela-gerten, warfen sie eine große Bombe hinein, welche glück-licherweise nicht zersprang. Sie enthielt I6 Pfund Pulver,und wog an Eisen Hag Pfd. schles. Oie kleinsten Granaten,