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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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selbst gesehen und kann daher die Richtigkeit dieser An-gaben verbürgen; von allen ist das zuerst genannte vonMalta am kunstreichsten und geschmackvollsten gear-beitet.

Don nun an unterschied man im Allgemeinen die Ge-schütze nach der Schwere der Kugel, die sie schossen, in fol- -

gcnden drei Hauptarten:

l. Belagerungsgeschütz (Mauerbrecher oder Kar-thaunen, und zwar ganze, halbe und Merket-,sranz. Lanons). Sie schossen von 100 bis 16 PfundEisen.

L, Feldgeschütz (sranz. Loloubrines oder Lolouvri-no5.) Oie kleinern hießen Falkhanncn und Falko-nekS; sie schossen von l6 bis 2 Pfund Eisen.

I. Wucfge schütze.

s. Nleerthiere oder Mörser, die blos steinerneKugeln von aZ bis 200 Pfund und drüber schossen.

1 >. Steinbüchsen und Hauffnits, die ebenfallssteinerne Kugeln von 2Z bis 200 Pfund schossen;oft wurden auch Kartärschen, aus Stein, gehack-ten« Eisen, Kettenglieder «r. bestehend, aus ihnengeschossen, und dann hießen sic: Skeinbüchfcn.

Außer dem GcfchlechtSnamen führte jedes Geschütz nocheinen befondern, oft abentheuerlichen oder abergläubischen;rin Gebrauch der sich bei vielen Artillerien bis auf unsereZeit erhalten hak, und namentlich bei einigen französischenFestungsgeschützen. So hatten schon die Nürnberger beider Belagerung von Altdors (iZoH) drei große Streu-büchsen: die Eule, welche 220, der Falke und dieFischerin, welche 100 Pfund Stein schossen. Oie mei-sten dieser Namen waren allegorisch; es gab z. D. Dra-chen, Basilisken, Greife, Schlangen, Mauerstürzcr, Pfei-