Druckschrift 
Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

12

Thaten noch in der spätsten Nachwelt, noch durch vieleMenschenaltec hindurch leben und nachhallen wird, unddas weit erhaben ist über alle niedere Anfechtungen undunwürdige Schmähungen, welche, durch verkehrte Auffas-sung des Zeitgeistes, über- und verbildete Queerkvpfe auü-gebrütek und in die Welt geschickt haben.

Das dänische Geschütz zeichnete sich immer noch durchSchwerfälligkeit aus.^ Ais Begründer eines verbesfertenSystems für das Gefchützwesen in Oännemark ist Wilh.Hukh (gcb. 1712 zu Kostwitz in Sachsen, gest. 7. Maizu Kopenhagen) anzuschen. Er trat aus HesfcnkassclfcheDienste in Dänische. Friedrich der Große hakte ihn imsiebenjährigen Kriege kennen gelernt und wünschte demKönige von Oännemark Glück zum kleinen Huth miteinein großen Kopfe. Mehr von ihm findet man inden Ergänz. Bl. zur Hall. Litt. Zeit. 18S, Nr. 108-

Oer französische Revolutions-Krieg hat die bis dahingewohnte Kriegführung in ihren Grundfesten erschüttert,die alte Taktik über den Haufen geworfen und eineneue Ordnung der Dinge im ganzen Gebiete der Kriegs-kunst hecbeigeführk. Zwei mächtige Ursachen find dabeivorherrschend: das zerstreute Gefecht, und das Re-quisits 0 n s sy sie m. Es würde uns zu weit führen,wenn wir die Wirkung dieser Ursachen, wie sie sich ausdie gesamte Kriegskunst geäußert haben, tiefer verfolgenwollten, wir müssen uns daher aus die Veränderungenbeschränken, welche die Gcschützwisfenschaft durch sie erlit-ten hak,

Vor allem treten in dieser Periode zwei Bestrebungenganz besonders hervor: Erstlich, die Sucht die Geschützezu erleichtern, welche fast ihren Gipfel erreichte; zwei-tens die Vermehrung der Geschütze bei den kriegführendenArmeen.

Den leichten, fessellosen> ungebundenen Neufranken,