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spiel würde uns erwarten/ wenn wir/ durch irgend eine höhereMacht/ auf einen Planeten jener Doppelsonnen versetzt würden.Eine rothe Sonne erhebt sich dort über den Horizont des erstaun-ten Beobachters und Erde und Himmel glänzt in ihrem Purpur-lichte. In wenig Stunden schon folgt ihr eine andere/ eine blaue/ einegrüne Sonne und mit ihr verändert sich plötzlich der Anblick derganzen Natur. Neue Welten scheinen sich mit diesen Sonnen vorunfern Blicken zu erheben; Erde und Himmel in steten Wechsel neh-men immer andere Gestalten vor uns an/ und in Mitten aller dieserUmwandlungen können wir den uns von allen Seiten umgeben-den Proteus/ können wir, uns selbst nicht mehr erkennen. Jetztscheint die rothe Sonne und unsere ganze Erde ist mit Rosen-lichte übergossen; jetzt tritt die blaue oder grüne auf/ und so-fort wird alles/ selbst die Wüste und das Meer/ selbst der ganzeHimmel/ mit einem azurnen oder smaragdenen Teppich überzogen;und wenn endlich beyde Sonnen zugleich über dem Horizont stehen/wird die ganze Natur/ zugleich von zwey einander complementärenFarben beleuchtet/ ihr buntes Kleid üblegen und in einem einför-migen/ aschgrauen Mantel zu trauern scheinen. Nicht mehr wür-denwir, wie bisher/ dieDinge um uns her an ihren Farben er-kennen; jeder Gegenstand würde abwechselnd in allen Farben er-scheinen; derHimmel wird nicht mehr blau/ die Wiesen nicht mehrgrü»/ der Schnee nicht mehr weiß/ sondern alles wird/ je nachder Tageszeit/ in allen Farben des Regenbogens spielen und dieblühende Wange der Jugend wird in der nächsten Stunde schonin die kranke Farbe des Alters oder in das bleiche Antlitz desTodes übergehen. Wie mag es wohl mit der ganzen Optik die-ser guten Leute/ mit der Farbengebung ihrer Maler, mit derChronologie ihrer Geschichtschreiber stehen. Vielleicht zählen sieihre Zeiten nach rothen und grünen, oder nach gelben und blauenTagen; vielleicht — doch ich wollte ja meinen Lesern nicht vorgrei-fen. Mögen denn sie selbst das Gemälde vollenden: ich begnügemich, ihnen Gelegenheit dazu gegeben und ihnen wenigstens, durchdas, was sie zu dem Vorhergehenden von ihrem Eigenen Hinzu-thun wollen, eine angenehme Stunde gemacht zu haben.