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Die Doppelsterne
Entstehung
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genwärtigem Zwecke für nicht fremd halten, wollen wir den ganzenGegenstand noch mit einer anderen Bemerkung beschließen, dierecht eigentlich hieher gehört und unmittelbar die Beobachtung derDoppelsterne betrifft.

Es ist bereits oben gesagt worden, daß man von mehre-ren Doppelsternen, wie Virginis, Oastor u. a. ältere Be-obachtungen, aus dem Anfänge des vorhergehenden Jahrhun-derts besitzt, und daß eben diese früheren Beobachtungen uns inden Stand setzten, die Bahnen dieser Doppelsterne mit größererGenauigkeit zu bestimmen, als es möglich gewesen wäre, wennman, wie es wohl bey den meisten Doppelsternen der Fall ist, nurneuere Beobachtungen, etwa aus den letzten 40 oder 50 Jahrenher, jenen Untersuchungen hätte zu Grunde legen müssen. Aber aufwelche Weise haben jene alten Beobachter P o n d, Bradley,T. M a y e r u. a. diese Doppelsterne gemessen, da sie keine Posi-tionsmikrometer hatten?

Professor Rigaud hat im vorigen Jahre die zurückgelasse-nen ManuscripteBradley's, die in der Bibliothek zu Oxford auf-bewahrt werden, untersucht, um daraus diejenigen zur Bekanntma-chung durch den Druck zu wählen, welche sich durch ihren Inhaltvorzüglich dazu eignen. Wir wollen daraus nur eine Stelle hersetzen,die aus dem Tagebuche Bradley's genommen ist.Im Jahre1719 am 30. März beobachtete ich denDoppelstern at^eminorumoder Lastor. Die gerade Linie durch diese beyden Sterne war sonahe parallel derjenigen Linie, die durch die beyden Sterne unds Oemiuorum geht, daß ich, selbst nach mehreren Versuchen,nicht sagen konnte, ob die der Distanz des Doppelsterns parallele,durch o: gelegte Linie über oder unter dem Stern s vorbey-ging,und wenn sie ja eine kleine Neigung hatte, so war es gegen denStern/Z (knliux) hin. Diese Beobachtungen wurden bey heiteremHimmel und stiller Luft gemacht und zwar mit dem 4^ zölligenObjectiv, durch das man die beyden Sterne des Doppelgestirns ineiner guten Distanz von einander sah."

Daraus folgt also, daß Bradley bey dieser Beobachtungmit dem einen Auge durch das Fernrohr die Doppelsterne, und zugleicher Zeit mit dem andern Auge den sreyen Himmel außer und