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Die Doppelsterne
Entstehung
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recht im Meridian, und geht wieder horizontal, aber auf demGesichte liegend unter.

Unter dem Äquator ist also diese Änderung der Stellungder auf- und untergehenden Sternbilder am größten. Sie wirdimmer kleiner für diejenigen Bewohner der Erde, die weiter vondem Äquator entfernt sind. Für uns z. B., die wir nahe in derMitte zwischen dem Äquator und den Polen sind, beträgt dieseÄnderung nur mehr die Hälfte von jener am Äquator, und fürdiejenigen endlich, welche in der Nähe der beyden Pole selbst woh-nen, verschwindet sie gänzlich. Für diese letzten sind nämlich dieParallelkreise aller Sterne mit dem Horizonte jener Gegendennahe parallel, und die Sternbilder bewegen sich daher auch pa-rallel mit diesem Horizonte, und verändern demnach ihre Stel-lung gegen denselben gar nicht.

(Narüus folgende Verschiedenheit der Aufstellung der Fernrohre.)Für die Astronomen im Pole, wenn es dort dergleichen gäbe, wür-de die oben ermähnte gewöhnliche Einrichtung der Fernrohre miteiner einfachen Vertikal- und Horizontalbewegung ganz angemes-sen und eben so gut für den Himmel, als für die Erde seyn. Nichtso für alle andern Bewohner der Erde, die daher auch auf eineandere Einrichtung ihrer Fernrohre denken müssen, wenn sie sichanders von der erwähnten Unbequemlichkeit, die Sterne alle Au-genblicke aus ihrem Fernrohre zu verlieren, und sie mühsam wie-der aufzusuchen, befreyen wollen.

Um diesen Zweck zu erreichen, darf man Nur zusehen, war-um es die Beobachter unter dem Pole so viel bequemer haben, alsalle andern. Wenn sie die Säule, an welcher ihr Fernrohr be-festiget ist, oder wenn sie den sogenannten Fuß desselben senk-recht auf ihren Horizont aufstellen, und dann dem Fernrohre selbsteine bestimmte Neigung gegen diesen Fuß d. h- also eine bestimm-te Hohe geben, um dadurch irgend einen der Sterne zu sehen,so haben sie nichts weiter zu thun, als das Fernrohr in dieserHöhe zu lassen, und es sanft in der andern oder in der horizonta-len Richtung herumzuführen, um den Stern immer in der Mitteihres Feldes zu erhalten. Während dieser Bewegung beschreibt