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Aus dieser zuerst von Struve gegebenen Darstellung folgtdaher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, daß beynahe alle be-obachteten Doppelsterne der ersten Clafse wahrhaft physisch doppeltseyn müssen, und daß derselbe Schluß auch noch von den meistenSternenpaaren der zweyten und dritten Classe gilt.
(Gleich grosse und sehr nahe stehende Doxpelsterne.) Gewöhnlichist der eine der beyden Sterne, welche den Doppelstern bilden,gegen den andern sehr klein, wie z. B. der Polarstern oder aim kleinen Baren (.^11 — 1^0' im Verzeichniß am Ende diesesWerkes), wo der größere oder der eigentliche Polarstern derzweyten, sein kleinerer Begleiter aber nur der 10. oder 11. Grö-ße ist. Die Distanz dieser beyden Sterne ist nahe 20 Secun-den. Es gibt aber auch einige andere, wo beyde Sterne mehrvon gleicher und oft beträchtlicher Größe sind, und von diesen istes offenbar noch unwahrscheinlicher, daß sie nur zufällig für unserAuge beynahe in derselben Gesichtslinie erscheinen sollten. Dahingehören / im Widder, die beyde der 5. Größe sind, Castor der3. und 4., / imLö r cn der 2. und 4., ^in der Jungfrau der 3. und3., L im großen Löwen der 3. und 4., L im Wassermann der 4.und 4. Größe. Die Unwahrscheinlichkeit jener Voraussetzungnimmt zu, wenn die Distanz solcher nahe gleich großen Sternesehr klein wird, wie z. B. bey Castor, wo sie nur 4 Secunden,bey ^ im Lbwen und x der Jungfrau, wo sie 3 Secunden, beyS im Wassermann, wo sie 5 Secunden beträgt.
Ein so nahes Zusammenstehen von beynahe gleich großenSternen kann nicht wohl zufällig seyn, da es so oft wieder kömmt,besonders wenn man bedenkt, daß die ganze Himmelsfläche über 6800Millionen solcher kleinen Kreise enthält, deren Halbmesser nur5 Secunden beträgt und daher so groß ist, wie die Distanz dermeisten der obenerwähnten Doppelsterne, und daß die ganze An-zahl der Sterne des Himmels von der ersten bis zum Schlüsse dervierten Größe kaum 650 ist.
(Kehr weit entkernte MxMsterne.) Ja man wird vielleichtnoch viel weiter gehen können, und auch viele von solchen Ster-