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Die Doppelsterne
Entstehung
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es auch den Begriffen gemäß ist, denen wir uns nicht entzie-hen können, wenn wir uns bis zu dem großen Urheber derNatur erheben wollen. Um den Raum der Schöpfung in einemVerhältnisse mit der unendlichen Macht des Schöpfers zu denken,müssen wir, mit Kant, diesem Urwesen eine doppelte Ewigkeitbeylegen. Die Ewigkeit der Zeit allein ist noch nicht hinreichend,die Zeugnisse dieses höchsten Wesens zu umfassen, wenn sie nichtzugleich mit der Ewigkeit des Raumes, mit einer gränzenlosenUnendlichkeit der Sphäre seiner Wirksamkeit in Verbindung ge-bracht wirdi

Wenn wir in einer heitern Nacht unsere Blicke auf dieseszahllose Heer, auf diese Wildnis; von Sonnen richten wieklein erscheint da jede menschliche Größe. Alles, was uns inFreude und Schmerz bewegt: Ehre, Macht, Krön' und Thronauf der einen Seite, und auf der andern unverdiente Schmach,Armuth, Krankheit, Fesseln und selbst unser Tod, ja der Todvon Taufenden in einer Stunde auf unfern Schlachtfeldern wasist dies; alles gegen Jenen? WaS ist selbst unsere ganze Erde?Nicht so viel als der Tropfen, der an einer Nadelspitze hängt,gegen das Weltmeer. Diese Erde, ja dieses ganzePlanetensystemkönnte plötzlich erlöschen und zurücksinken in die ewige Nacht,ohne dadurch unser Milchstraßensystem im geringsten zu stören, jaohne vielleicht von den andern Milchstraßen auch nur bemerkt zuwerden. Diese Bemerkungen sind zu erhaben für uns, um längerfortgesetzt zu werden. Sie sind aber auch zugleich drückend unddemüthigend für unser ganzes Geschlecht, das vorüberzieht, wieein Schatten und keine Spur seines Daseyns zurückläßt. Aber auchsie ziehen hin, diese zahllosen Sonnen und Sonnensysteme, auchsie verlöschen, um andern ihre Stelle abzutreten und von allem,was uns umgibt, ist der ohne Gränzen ausgedehnte Raum daseinzige Bleibende in der Natur.