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Die Doppelsterne
Entstehung
Seite
18
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Wenn aber dies; alles sich in der That so verhält, wer wirddann noch daran denken, mit dem alten Steuermann Palinurusdie Sterne des Himmels zähle» zu wollen, der, wie Virgil sagt,

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Indem wir ihm dieses Geschäft überlassen, wollen wir ge-stehen, daß die Ausführung desselben, selbst für die vereinten gei-stigen Kräfte aller Menschen, unmöglich ist, und das; die vorher-gehenden Betrachtungen geraden Weges zu dem Resultate lei-ten: daß die Anzahl der Sterne des Himmels, im eigentli-chen Sinne des Wortes, unendlich groß ist, daß der Welt-raum nach allen Richtungen keine Gränzen habe, und ohne An-fang und Ende von immer neuen Sonnensystemen eingenommenwerde. Zwar ist es uns, in der engen Beschränktheit unseres Gei-stes, unmöglich, uns einen nach allen Seiten gränzenlos ausge-dehnten Raum zu denken. Aber soll es unserer Ohnmacht zukom-men der Allgewalt der Natur ihre Schranken anzuweisen? Mitdemselben Rechte würde der Kurzsichtige, der Blinde, die Exi-stenz allerDinge um ihn läugnen, weil er sie nicht sehen kann. Undwenn wir einen Raum, der keine Gränzen, also auch keineGestalt hat, nicht mehr denken können, so vermögen wir doch ebenso wenig zu begreifen, wie das höchste Wesen, der Urheber derganzen Natur, nachdem er Millionen von Weltsystemen wieWassertropfen aus seiner schöpfenden Hand hervorgehen ließ, nunplötzlich in den Äußerungen seiner Allmacht eingehalten und sichselbst ein, wenn auch noch so entferntes, doch immer endlichesZiel seiner Wirksamkeit gesetzt haben sollte.

(Einwendung gegen die Annahme einer unendlichen Anzahldon Sternen.) Aber, könnte man einwenden, wenn die Anzahlder Fixsterne in der That endlos seyn soll, so müßte auch jederunserer Gesichtsstrahlen auf einen, ja selbst wieder aus unendlichehinter einander stehende Sterne treffen und der ganze Himmelmüßte uns dann in jedem seiner Puncte eben so hell, als jetzt dieSonne erscheinen. In der That, wenn dieß so ist, so würdenwir diese unsere Sonne nach allen Seiten von dem gleich starkenLichte des Himmels umflossen, nicht mehr als einen durch sein