cs ist meine feste Ueberzeugung, daß gerade beim Stu-dium der Mathematik eine Vervollständigung und soge-nannte Abrundung des Wissens erst spater ausführbarist, und der Anfänger kann daher gewisser Maßen nichtzu sehr zn der Differential- und Integral-Rechnungeilen. Hat er das Euklidische System der Geometriegehörig studirt, und sich mit den Hauptlehren der Arith-mcthik, Algebra, beider Trigonometrien und der Kegel-schnitte nach, den bewährten Bearbeitungen dieser Zweige,unter welchen namentlich die Werke von Lacroix undLegender sehr zn empfehlen sind, bekannt gemacht, sowage er ohne Weiteres den Schritt zur Differential-nnd Integral-Rechnung, und die gegenwärtige Einlei-tung ist sehr geeignet, ihm dazu den Weg gehörig zubahnen.
So viel zur Rechtfertigung dieser Uebersetznng. Wasdie Zusätze betrifft, so habe ich mich in denselben haupt-sächlich bemüht, zur Wegränmnng der etwaiger: Schwie-rigkeiten, die dem Leser beim Studium in den Weg tre-ten könnten, das Meinigc beizntragcn: irr wie weit nurdieses gelungen, mögen Sachverständige entscheiden. Ichbemerke noch, daß ich nur sehr selten von: Verfasser ange-dentete Rechnungen ausgesnhrt habe; es ist dieses Sachedes Lesers, der, so wie überhaupt jedes mathematischeWerk, so auch das gegenwärtige mit der Feder in derHand studiren muß.
Recklinghausen,den 3. Dezember 1832.
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