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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
859
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der Eröffnung des Kriegs gegen Rußland zum Bataillonschef ernannt, focht ectapfer in den Schlachten bei Smolensk und Mosaisk, und auf dem Rückzüge desfranzösischen Heers erwarb er sich durch seine Unerschrockenheit großen RuhmNach Polen zrvückgekehrt, bildete er in Krakau ein Regiment, mit welchem er dempolnischen Heere im Frühjahr 1813 nach Sachsen folgte. Als nach dem Ablaufdes Waffenstillstandes der Kampf wieder begann, bewährte er bei mehren Gele-genheiten unter dem Fürsten Poniatowski seine Tapferkeit. In der Schlacht b»rLeipzig ward er gefangen und nach Ungarn geschickt. Als der wiener Congreß dasKönigreich Polen geschaffen hatte, kehrte R. in sein Vaterland zurück, und wurdevom Großfürsten Konstantin bei dem ersten Linienregiment angestellt. Seinepatriotischen Gesinnungen machten ihn den russischen Machthabern verdächtig,aber obgleich er es der Klugheit gemäß hielt, manche seiner frühern Verbindungenauszuheben, so ward er doch, während er die Muße, die seine Dienstgeschäfte ihmübrig ließen, blos wissenschaftlichen Studien widmete, stets argwöhnisch bewacht.Nach dem Ausbruche der Revolution zog er mit dem ersten Linieninfanterieregi-ment, das er befehligte, nach Warschau, um in den Reihen der Vaterlandsverthei-diger zu kämpfen. In-der Schlacht bei Grochow verhinderte sein heftiger Angriffdie Vereinigung des linken Flügels der Russen mit dem Marschall Diebitsch. ImMarz 1831 übergab ihm Skrzynecki den Befehl über die vorher von Krukowieckigeführte Division, mit welcher er in dem Treffen bei Wawre und in den darauffolgenden Gefechten gegen die russischen Garden tapfer kämpfte. Nach der Schlachtbei Ostrolenka bildete seine Division, die mit der Reiterei allein auf dem Kampfplatzezurückgeblieben war, den Nachtrab des Heers. Als sich die einzelnen Abtheilun-gen in Prag« vereinigt und die Streitkräfte der Polen durch neue AushebungenVerstärkung erhalten hatten, rückte R. im Jun. auf der Straße nach Kuflewvor, aber nachdem er die Reiterei des Prinzen von Würtemberg zurückgrworftnhatte, ward er eilig nach Warschau zurückgerufen, ehe er die gewonnenen Vor-theile verfolgen konnte. Bei dem unglücklichen Schwanken, das sich nach derSchlacht bei Ostrolenka in den Maßregeln des polnischen Oberbefehlshabers zeigte,konnten einzelne glückliche Erfolge nicht entscheidend sein, und selbst das siegreicheGefecht, das R.'s Division einer russischen Heerabtheilung am 14. Jul. bei Minsklieferte, setz-te das polnische Heer nicht in eine günstigere Lage. Während die Rus-sen sich zum Übergange über die Weichsel rüsteten, war Skrzynecki's Aufmerksamkeitblos auf kleinere Heerabrheilungen gerichtet, uno die polnische Armee verlor die Zeitmit nichts entscheidenden Bewegungen, ohne an die Hauptmacht des Feindes zudenken. (S. Polen.) R. erklärte sich entschieden gegen die Maßregeln des Ober-seldherrn, und in dem in den ersten Tagen des Aug. zu Czerwonka gehaltenenKriegsrathe drang er darauf, vor der Vereinigung Rüdiger's mit dem Hauptheereeinen entscheidenden Schlag auszuführen; Skrzynecki aber widersietzte sich dieserMeinung, indem er sagte, er werde von Warschau aus nach allen Seiten Aus-fälle machen und auf diese Weise den Feind aufreiben. Bei dem Sturme der Rus-sen auf die Hauptstadt stand R.'s Division unter der Abtheilung, welche der Ge-neral Uminski befehligte. Als die Feinde Wola genommen hatten, erbot sich R.vergebens, diesen wichtigen Punkt wieder zu erobern, Krukowiecki aber wies diesesAnerbieten durchaus zurück.

Nach der Übergabe der Stadt zog R. mit den übrigen Heerabtheilungen undden Mitgliedern des Reichstags nach Modlin; Kasimir Malachowski legte denOberbefehl über das Heer nieder. Bonaventura Niemojewski, seil Krukowiecki'-Absetzung Präsident der Regierung, glaubte in dem Augenblicke, wo das Schick-sal des Landes von der bewaffneten Macht abhing, die Verantwortlichkeit der Er-kennung eines neuen Befehlshabers nicht übernehmen zu können, und überließdem Heere die Wahl des Anführers. Durch Stimmenmehrheit ward am 9. Sept.