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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
Seite
675
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Purkinje Quetelet 675

ruareifen, seine herrlichen Anlagen zu erweitern, zu vervollkommnen. Er fand hie-,u kine neue Reise nach England erfoderlich, trat dieselbe 1828 an und verweilted.iseldst und in Frankreich über ein Jahr. Nach seiner Rückkehr hat ec die Ver-schönerungen in Muskau mit neuem Eifer nach vergrößertem Maße fortberriebenu.,d diesem Werke eine wahrhaft geniale Vollendung gegeben. Neben dem Ruhmedieser Genialität hat ihm das Gerücht inzwischen auch den Ruhm einer andern, ineinem ganz neuen Gebiete, beigelegt. Es war nämlich gleich anfangs den meistenLesern sehr wahrscheinlich, und wird jetzt durch die allgemeine Stimme in Deutsch-land und England als unzweifelhaft ausgegeben, daß das berühmte Buch:Briefeeines Verstorbenen", von dem zuerst die beiden letzten und dann die beiden erstenBände (Stuttgart 1880 32) im Druck erschienen sind, Niemand anders alsden Fürsten P. zum Verfasser habe. Das ungemeine Aufsehen, welches dieses Buchin Deutschland, wo es sogleich eine neue Auflage erlebte, in England, wo es in ei-ner Übersetzung erschien, reißend abging und allseitig gepriesen wurde, in den Hä-hern Kreisen machte, das ausgezeichnete Lob, welche- ihm Goethe bei uns ertheilte,und die Ohnmacht der dagegen von manchen Orten her versuchten Feindseligkeitensind hinlänglich bekannt, und sollte jene Behauptung sich bestätigen lassen, so un-terliegt es keinem Zweifel, daß diese Autorschaft dem Namen de- Fürsten von P,zu seinen übrigen Auszeichnungen, auch in der deutschen Literatur einen unvergäng-lichen Ruhm sichert.

Purkinje (Johannes Evangelista), Professor der Physiologie auf der Uni-versität zu Breslau, rin ausgezeichneter Forscher aus dem Gebiete des Lebens, wardum 1790 in Böhmen geboren, und vollendete seine medicinifchen Studium in Prag,wo er anfangs Prosector war. Er machte sich sehr bald durch subjektive Erfor-schungen der Natur einzelner Sinne, namentlich des Auges, bekannt, und eröffneteso ein neues Feld für ophthalmologische Studien. Die Resultate seiner Untersuchun-gen, an denen auch Goethe den lebhaftesten Antheil nahm, wie sich aus dessenhmterlassenen Schriften ergibt, machte er in einer eigenen Schrift bekannt:Beob-achtungen und Versuche zur Phvsialogie der Sinne, vorzüglich zur Kenntniß desSehens in subjektiver Hinsicht", (2 Bde., Prag und Berlin 1825). So einfluß-reich diese Schrift auf den Gang der Wissenschaft war, so wenig hat sie die ver-diente allgemeine Anerkennung gefunden, die jedoch bei den Ärzten und Naturfor-schem nicht fehlt, welche Gelegenheit gehabt haben, P.'s Talent zu subjektivenForschungen zu bewundern. P. ward 1823 Prosector an der Universität zuBreslau, spater Professor der Physiologie. Seit jener Zeit hat er Manches inder Bildungsgeschichte der'Thiere, Vieles auf dem Gebiete der Pflanzenphysio-logie gearbeitet und veröffentlicht, und wirkt anregend auf junge forschendeGeister. (2)

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«^uetelet (Adolf), Direktor der Sternwarte und Professor am AthenäumZu Brüssel, erhielt seine Vorbildung während der letzten Zeit der französischen Herr-schaft im dortigen Lyceum und studirte spater aus der neu errichteten Universitätzu Gent, wo besonders Garnier, der sich aus Frankreich nach den Niederlandenzurückgezogen hatte, sein Lehrer in den mathematischen Wissenschaften war. G^r-"'er empfahl ihn dem Minister Falck, der damals die Leirung des öffentlichen Un-^erichts hatte, und Q.. wurde bald nach Vollendung seiner Studien als Lehrer amAthenäum angestellt. Als der König beschlossen hatte, in Brüswl^eine Sternwarte