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Dritter Band (1833) M bis R
Entstehung
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Rust (Johann Nepomuk)

dt'ust (Johann Nepomuk), einer der ausgezeichnetsten Ärzte unsererZelt, ward am 5. Apr. 1775 zu Jauernig in Schlesien auf dem SchlosseJohannesberg geboren, wo sein Vater sürstbischöflicher Regierungsrar!) unvKammcrdirector war. Seme Schulbildung erhielt er in der Hauptschule zuTroppau und auf dem Gymnasium zu Weißwasser, nach deren Vollendung er,bei dem Ingenieurcorps in östreichische Militärdienste trat. Er verließ die-selben jedoch bald, und begab sich nach Wien, wo er anfangs Jurisprudenz,spater Medicin studirte. In Prag beendete er seine Studien und ward 1800Doctor der Chirurgie. Hierauf ging er nach Wien zurück, Peter Frank, AdamSchmidt und Beer zu hören, und begann sodann seine praktische Laufbahnender Vaterstadt als Arzt und Wund.xzt. Seine Neigung zum Lehrfach be-stimmte ihn jedoch bald darauf nach Olmütz sich zu begeben, um dorr als Lehrerauszutretcn. Nachdem er einige Zeit die eben erledigten Lehrämter der Anatomie,Chirurgie und Geburtshülfe provisorisch verwaltet hatte, wurde er 1801 als Leh-rer der Anatomie definitiv angestellt und 1803 als ordentlicher Professor der ho-hem Chirurgie an die Universität in Krakau berufen. Sein schnell verbreiteter Rufals glücklicher Arzt erregte hier den Neid seiner Collegen, und als man ihm dasRecht zur Ausübung der medicinischen Praxis streitig machte, unterzog er sich,obgleich ihm der akademische Senat das Diplom eines Doctors der Medicin bereitszugestellt hatte, dennoch sammrlichen vorgeschriebenen theoretischen und praktischensehr strengen Prüfungen zu Erlangung dieser Würde. Spater erhielt er von derwiener Universität das Diplom als Alagister artis oculuriao. In dieser Stellungwurden ihm sehr häufig medicinisch-policeiliche Commissionen übertragen, und erward deshalb auch als Sanitätsrrferent bei der Landesbehörde angestellt. AlsOstreich 1809 Krakau verlor, schlug R. alle glänzenden Anerbietungen der neuenRegierung aus, verließ Haus und Hof, begab sich aus kurze Zeit nach Lembergund 1810 nach Wien, den seinen frühem Dienstverhältnissen zwar nicht ange-messenen, ihm aber in Ermangelung anderer ärztlichen Stellen zugedachten Posteneines Primairwundarztes am allgemeinen Krankenhause zu übernehmen. Dergroße Ruf, den sich R. als operativer Heilkünstler und klinischer Lehrer (denn erschuf seine Krankenabt-Heilung zum klinischen Institut um) zu erwerben wußte, zogihm auch hier eine Menge Neider und Widersacher zu, weshalb er endlich 1815den östreichischcn Staatsdienst verließ und dem erhaltenen Rufe, als Generaldi-visionschirurgus xnd Professor in preußische Dienste zu treten, gern folgte. Inerster Eigenschaft machte er den Feldzug von 1815 im preußischen Heere mit, woihm die ärztliche Oberaufsicht beim vierten, von dem General Grafen Bülow-Dennewitz befehligten Armeecorps anvertraut worden war. Nach beendigtemFeldzuge wurde er hinsichtlich seiner militärischen Stellung dem Generalkom-mando des dritten ArmrecorpS in Berlin zugetheilt und zugleich zum ordentlichenöffentlichen Professor der Chirurgie und Augenheilkunde an der medicinisch-chirurgi-schcn Militärakademie, und zum Nachfolger Mursinna's, als erster Wundarzt derCharite und klinischer Lehrer daselbst, ernannt; 1818 ward er ordentlicher Professorbei der medicinischen Facultät, 1819 geheimer Obermedicinalrath, Mitglied der Me-dicinalabtheilung im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinalangele-genheiten, 1822 Generalstabsarzt der Armee, und 1829 ward er mit Beibehal-tung aller Ämter zum Präsidenten der zur Verbesserung des Hospital- und Kran-kenwesens von ihm selbst ins Leben gerufenen neuen königlichen BehördeCurato-rium für die Krankenhausangelegenhriten" ernannt. Es unterliegt keinem Zwei-risch-chronologisch-geographischer AtlaS des russischen Reichs" (Petersburg 1830-;Edw. Morton's ,,1rsvels in Russin »nll s resillenov st 8t.-k«1vrsdourg sna Olle55Lin tke >vsr 8 1827 L 9 " (mit Kupfern, London 1830); I. B, May, ,, 8 t.-?ctcrs-burg vt Kussie en 18Z9" (s Thle., Paris 1830),

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