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Rußland seit onn Jahre 1 L 2 Ä
spruch genommene Unterstützung ablehnen zu dürfen, und Butenieff foderte sogleich(am 8. Febr.) die Pforte auf, ein leichtes Fahrzeug zu seiner Verfügung zu stellen,um dasselbe der russischen Flotte, die schon von Sewastopol abgesegelt sein könnte,entgegenzuschicken, damit sie ihren Laus nach dem Bosporus nicht fortsetzte, son-dern in den Golf von Burgas einliefe, um wenigstens in der Nähe zu sein, imFall die Sicherheit der Hauptstadt wieder bedroht würde. Allein entweder fandjene Absendung nicht statt oder sie verfehlte das Geschwader, genug, die russischeSchiffsdivision, unter dem Contreadmiral Lazareff, ging am Morgen des 8. Febr.(20. Febr.) bei Bujukdere vor Anker. Nun wiederholte der russische Botschafterseine Erklärung vom 27. Jan. (8. Febr.), daß er nämlich glaube, den Wünschendes Großherm genügen zu müssen, indem er darein willige, daß das kaiserlicheGeschwader sich, bis zum Eingänge fernerer Befehle Sr. Maj., in dem Golf vonBurgas aufstelle. Als Antrvorr wurde ihm die feierliche Erklärung zu Theil, daß,obgleich der Sultan sich noch immer der Hoffnung hingebe, die ägyptischen An-gelegenheiten friedlich und ohne eine neue Verwickelung ausgeglichen zu sehen,er gleichwol in allen Fällen beharrlich auf dm hochherzigen Beistand des Kaisersrechne. *)
Die russische Flotte blieb jedoch in Bujukdere und der Admiral erklärte, daßer nur aus Befehl seines Kaisers zurücksegeln werde. Admiral Roussin aber, derohne Rußlands Vermittelung Alles allein ausgleichen zu können versicherre, unddafür verlangre, daß die Pforte jede fremde Hüffe abbestelle, entwarf einen Frie-densttactat zwischen der Pforte und Mohammed Ali, den sein Adjutant nach Ägyp-ten überdrachte. Unterdessen hatten Jbrahrm's Anhänger Smyrna besetzt, undschon sollte eine ägyptische Flotte vor diesem Hasen erscheinen. Konstaminopelwar mehr als je bedroht, und nur die Gegenwart der russischen Flotte konnte einenAusbruch der Unzufriedenheit und oer Ungeduld Derer verhindern, die Jbrahim'sAnkunft erwarteten, um Mahmud vom Lbrone zu stürzen. Die russischen Mi-nister und Befehlshaber wurden daher von dem Großherrn und den Großen desReichs mit der größten Auszeichnung behandelt. MahmuH ließ sogar Denkmün-zen auf die Anwesenheit der russischen Flotte im Bosporus schlagen, welche an dieganze Schiffsmannschaft ausgetheilt wurden. Der Kaiser Nikolaus war aber sogroßmüthig und zugleich so staatskiua, das Schwanken der Pforte, welche zuerstihn um Hülfe ersucht und dann (21. Febr.) Frankreichs ausschließende Friedens-vermittelung angenommen hatte, den von allen Seiten bedrängten Sultan nichtentgelten zu lasten. Die Erhaltung der Pforte war eine europäische Angelegenheit,an der Rußland unmittelbar Theil nehmen mußte, und das stolze Vertreten Frank-reichs konnte der Sache nur nachtheilig werden. Die Botschafter vereinigten sichdaher, durch gemeinschaftlich an Ibrahim gerichtete Vorstellungen die RäumungSmyrnas zu bewirken, was ihnen auch gelang.
Während dieser Verwickelung land-te ein russisches Hülfscorps von 6600Manu bei Sizedoli im März, und gegen 26,006 Mann zogen aus den Fürsten-lhümern an die Donau. Um dieselbe Zeit kehrte des Admirals Roussin AdjutantOlivier aus Ägypten mit der Nachricht, daß der Vicekönig den unter FrankreichsBürgschaft entworfenen Tractar nicht angenommen habe, nach Konstantinovelzurück Auch der Ameddschi Effendi übcrbrachte den Entschluß Mohammed Ali's,
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*) Diese Umstände müssen darum genau, mit Angübe der Tage, angeführt wer-den, weil französische Blätter behaupteten, der französische Gesandte, Admiral Rous-sta, habe die Entfernung des russischen Geschwaders von der Pforte verlangt unddurchgesetzt. Admiral Roussin war nämlich erst am 17. Febr. in Konstantinopelangelangt und hatte seine erste Unterredung mit dem ottomanischen Minister nichteher als am IS. Febr. gehabt, nachdem der russische Gesandte jene Absendung nachBurgas schon am 8. Frbr. d r Pforte von freien Stücken vorgeschlagen hatte.