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Dritter Band (1833) M bis R
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Rußland seit dem Jahre 1829

schiedenen Abgaben, sammt denen für die Lanoesproducte und die Kopfsteuer soll-ten, in einer Summe festgesetzt und der hohen Pforte unter dem Namen desbe-stimmten Tributs" jährlich entrichtet werden, welcher nie vergrößert werden dürste;die türkischen Privatbesitzungen, als Häuser, Garten u. s. w., sollten von den-selben losgekauft, für die Nutznießung der kaiserlichen Besitzungen aber sollte einejährliche Abgabe bestimmt und mit dem Tribute in Einer Summe entrichtet wer-den. Die Versammlung stellte hierauf drei Urkunden aus. Durch die erstewurden Milosch und seine gesetzmäßigen Erben als regierende serbische Fürsten be-stätigt; die zweite enthielt den Dank an den Grsßherrn, nebst der Bitte, dem Für-sten Milosch und seiner Familie den erblichen Besitz der Regierung zu bestätigen;die dritte sprach den Dank der serbischen Nation gegen dengroßherzigsten, Ser-bien beschützenden Monarchen" aus.

Aller dieser feierlichen Erklärungen ungeachtet konnte die Räumung der ge-nannten Districte, obgleich die Commiffaire Rußlands und der hohen Pforte schon1830 die Abgrenzung bestimmt hatten, erst spat und nur durch Gewalt bewirktwerden. Die Türken weigerten sich, ihre Besitzungen zu verkaufen, und die zügel-losen albanesischen Soldaten begingen die gröbsten Ausschweifungen. Sie drück-ten das Volk mit Frohnen und Abgaben, entweihten die Kirchen und Bethäu-scr, raubten und schändeten die Serbierinnen, und wer Widerstand leistete wardermordet. Endlich zu Ende 1832 wendeten sich die Serbier aus mehren Di-strikten an den Fürsten mit der Bitte, sie von dem unerträglichen Drucke zu be-freien, da sie sonst genöthigt sein würden, mit eigner Hand das türkische Joch ab-zuschütteln. Der Fürst suchte sie jedoch zu beruhigen, sie sollten in Geduld es ab-warten, bis es der Pforte gefallen würde, nach dem Hattischeriff von 1830 siealle auf einmal mit Serbien zu vereinigen. Als aber zwei serbische Mädchen ge-waltsam entführt worden waren, reizte die abermals erlittene Schmach die Ser-bier von Kruschewatz und Paratschin auf, gegen die Albanesen und deren Suba-schen sich aufzulebnen, und es gelang dem Fürsten Milosch nur mit vieler Mühe,in gütlichem Wege, ohne eine bewaffnete Dazwischenkunst der Türken, es dahinzu bringen, daß die Albanesen sich freiwillig zurückzogen und das Land den Ser-biern einräumten, sodaß diese sich nun Serbien völlig einverleibt sahen. Nun wa-ren aber noch die timoker und krainer Serbier den Grausamkeiten der Türkenausgesetzt. Der Fürst verwies sie nochmals zur Geduld; endlich beschlossen sieeinige vornehme Serbier an den türkischen Woiwoda nach Gurgußowatz zu schickenund diesen um Erleichterung ihrer drückenden Lage bitten zu lassen. Allein, stattihre Bitte zu untersuchen, ließ derselbe die Abgeordneten einkerkern. Hierüber er-bittert, begaben sich die Serbier am 27. Apr. (9. Mai) 1833 haufenweise nachGurgußowatz, um die Freilassung der Gefangenen zu bewirken und zugleich zubitten, daß einstweilen wenigstens die unbehausten Albanesen und Türken, welchedie Serbier am meisten drückten, aus der Gegend weggezogen würden. Die tür-kischen Bewohner von Gurgußowatz jedoch widersetzten sich diesem Verlangen,feuerten auf die unbewaffneten Serbier und metzelten viele derselben mit ihren Ja-ragans nieder, sodaß nur Wenige sich mit der Flucht retteten. Jetzt erhob sich dasganze serbische Volk längs der Donau und Timok und zog gegen die Türken, welchesich in ihren Lagern verschanzten. Nun schritt auch Fürst Milosch zur bewaffne-ten Intervention und zur Vercheidigung der Serbien einzuverloibenden Districte.Er ließ die Grenzlinie besetzen, sowie die Eommisssrien sie 1830 bezeichnet hatten,

bischen Volksliedern virlgefeirrte Amselftld, Kossowa, auf welchem der Sultan Mu-ral» I. sein Leben verlor (1389). Der drinaische Bezirk enthält wa-hrsch'inlich diebisher zu Bosnien geschlagenen Landschaften Jador und Radjewina, östlich ven derDrina. Serbien begreift nuinnehr alle Landschaften, in 'denen serbisch gespro-chen wird.