Rußland seit dem Jahre I82S
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m!ssi§ti nntkk dem Vorsitze des Großiogotheten Al-pander Philipesku sorgte fürReinlichkeit, zweckmäßigen Hauserbau, Pflasterung, Beleuchtung, Feuerpolicei undVerbesserung des Zustandes der Gefängni-sse in Bukarescht. Die Organisationeiner Stadt- und Landespolicei war um so nothiger, da außer dem Kriege auch Pestund Cholera, sowie ang.estiftete Feuersbrünste, besonders in Jassy, gewüthet unddas allgemeine Elend vermehrt hatten. Als die Vorarbeiten zur Reorganisationder Fürstenthümer beendigt waren, schritt man im Jan. 1832 zur Einführungder neuen Gesetze und Bestimmung der Personen, welchen die Administrationund Rechtspflege anvertraut werden sollte. Die Präsibentenstelle im Verwal-mngsrathe erhielt der Großlogothet Georg Stourdza und sein Sohn die Leitungder Finanzvenvaltuna; Präsident des obersten Gerichtshofes wurde der Groß'ogo-thet Theodor Balsch; der Hetman Graf Balsch erganisirte bie Nationalmili-zen, unter welchen keine albanesischen Söldlinge sich mehr befinden sollen; dieWahl eines Hospodaps ward aber noch verschoben und ist auch gegenwärtig (Oct.1833) noch nicht erfolgt. Um das Volk mit den neuen Einrichtungen bekanntzu machen, erscheinen regelmäßig zwei öffentliche Blätter in der Landessprache.Jndeß fehlt es noch an Erziehungs- und Unt-rrkchtsanstalten, besonders an Ele-mentarschulen. Doch muß Das, was der Präsident der beiden Fürstenthümer,
I Generaladjutant von Kissekeff, binnen drei Jahren für das Wohl dieser verwil-derten Länder durch seine Thätigk-eit und Einsicht bewirkt hat, anerkannt werden, unddie Generalversammlung der Moldau bezeichnte selbst in ihrem Berichte vom 5. Apr.1633 nicht blvs,'was bereits geschehen, sondern auch was noch zu thun übrig sei.
Hinsichtlich der Theilnahme Rußlands an der Aufrichtung des KönigreichsGriechenland verweisen wir auf diesen Artikel. Am längsten verzog sich die, Vollziehung des sechsten Artikels des Tractats von Adrianopel, welcher Serbienbetraf. Zwar hatte der Großherr bereits in der zweiten Hälfte des Sept. 1829deshalb einen Ferman erlassen, nach welchem die Publikation der Friedenspunkteanbefoblen und dem Fürsten Milosch freigestetlt wurde, über die Bestimmung derGrenzen und des der hohen Pforte jährlich z.u entrichtenden Tributs, entweder inKonstantincpe! mittels der serbischen Deputation oder in Serbien mit dem belgra-der Vezier zu unterhandeln. Der Fürst wählte Konstantinopel, wo die Verhand-lungen im Der ihren Anfsng nahmen. Unterdessen machte nicht nur der Vezier, den Türken in Belgrad und im ganzen Lande, wo sich Türken aushielten, den1 Willen des Großherrn, daß der Friede in Bezug auf Serbien vollzogen werde, be-kannt, sondern der Fürst Milosch berief auch eine Versammlung von etwa 700 Re-! Präsentanten der serbischen Nation zum 4. Febr. 1830 in seine Residenzstadt Kragu-stwatz, wo er sie von den durch den Ferman nach Rußlands Willen ihnen ge-währten Rechten feierlich m Kenntniß setzte. Sie erhielten nämlich völlige Frei-heit des Gottesdienstes, nebst dem Gebrauche von Thürmen und Glocken; dasRecht der freien Wahl ihrer Oberhäupter aus der Mitte der Nation; Unabhängig-keit der innern Landesverwaltung und Gerichtsbarkeit; wegen Einverleibung d.ersechs von Serbien getrennten Distrikte aber wurde ein türkischer Commissar erwar-tet, der die Begrenzung und Einverleibung vollziehen sollte. *) Die bisher so ver-
*) Diese sechs erst vor Kurzem mit Serbien wieder vereinigten Distr'cte sind derkrainische, timokische, parakinische, kruschrwatzische, starowlaschkaische und derd'-i aische. Die .rsten beiden liegen östlich von der Morawa, grenzen an das Pa-schalik Widdin und sind die fruchtbarsten Dlstricte Serbiens. Sie batten schon von1806 —iz, namentlich zur Zeit des bukareschter Friedens, unter serbischer Ver-
waltung gestanden; sie wurden zwar 1813 von Churfchid Pascha ihr entrissen,aber in der akjermamr Convention I8L6, sowie in dem Frieden zu Adrianopel18?9 feierlich , an Serbien zurückgegeben. Der staro rlaschkaische Bezirk gibt demkande die Abrundung im Süden, sodaß es nunmehr die ganzen FlußthSler des3bar und der Morawa umfaßt. In diesem Altwalachenlande liegt das in den sir-