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Mntenschlösser eingeführt hat, sind auch 1827 bei der östreichischen und englischenSeeartillerie die Percussionschlösser an ihre Stelle getreten; ja, man hat sie seit1829 auch bei der hanöverischen und 1830 bei der englischen Feldartillerie ange-nommen. Hier scheint jedoch bei näherer Prüfung die Zündung durch Perkussion,ohne eignes Schloß, blos durch den Schlag eines Hammers auf das mit Knall-salz gefüllte Schlagröhrchen, den Vorzug zu verdienen. Die schnellen, ja gewalt-samen Bewegungen der Feldgeschütze sind überhaupt dem Gebrauche jedes Feder-schlosses entgegen, daher ebenso auch dem des Hammerschlosses und Zündhütchens.Durch den Gebrauch eines bloßen Hammers, der, nach den von dem weimarischenArtilleriecapitain von Metsch angestellten Versuchen, selbst bei dem lebhaftestenKartatschenfeuer von sechs Schuß in 55 Sekunden nicht fehlte, wird Puderdosemit Mehlpulver, Zündlicht und Lunte ganz entbehrlich und der Artillerist ist augen-blicklich im Stande, das Percusst'onschlagröhrchen einzusetzen und durch einenSchlag mit dem Hammer oder mit einem Zeltbeile das Geschütz abzufeuern. Einwesentlicher Vortheil, der für die allgemeine Einführung dieser Art von Zündungspricht. Das Verengen des Zündloches durch die Hammerschlage ist nur unbedeu-tend (0,03" höchstens nach 60 Schüssen); auch laßt sich demselben durch einenverschraubten Zündlochkern von gehärtetem Stahle abhelfen. (27)
Perier (Casimir) und das Pe'rier'sche Ministerium. Eine aus-gezeichnete Stelle in der Staatsgeschichte Frankreichs wird auch bei der Nach-welt der Name Casimir P. behaupten. Er, der Schöpfer des noch fortwir-kenden sogenannten Systems vom 13. März 1831, war die erhaltendeKraft des Gesetzes und der Ordnung in einer Zeit, wo kühne talentvolle Män-ner und Jünglinge, mit Massen aus dem Volke vereinigt, dem Nade derJu-liusrevolution einen erneuten Umschwung geben wollten, die Einen vorwärts inrepublikanischer. Alles nivellirender Richtung, die Andern rückwärts, um dieRestauration aus ihrem Grabe hervorzurufen. Jede Revolution bedroht den Be-sitzstand des Vermögens, erschüttert und zerstört den Wohlstand, greift den öffent-lichen Credit in seinen Wurzeln an, und bewaffnet alle Leidenschaften, um dasFlutbette der Anarchie aufzuwühlen. Dies erkannten schon am zweiten Tage derJuliusrevolution die erfahrenen Männer, welche die Tage des großen Umsturzesdes alten Frankreichs gesehen und den neuen Reichthum der Fabriken und des Han-dels, die neue Macht des öffentlichen und des Privatcredits in ihrem Vaterlandegeschassen hatten. Darum hemmten sie schon am dritten Tage das rollende Radder Vernichtung der öffentlichen Verhältnisse. Die Verfassung und der Thron,das Gesetz und die Monarchie sollten erhalten, nur Personen und einzelne Einrich-tungen sollten verändert werden. Die Aristokratie des Reichthums und der Talenteerhob sich zu ihrem eignen Schutze und fesselte die maßlose Begeisterung der Ju-gend, den ränkevollen Ehrgeiz der Unbefriedigten, den Schwindelgeist in den Clubsder Demokratie und die Rachsucht der Congregation. Zwei Manner standen durchReichthum und Einfluß an der Spitze dieser Aristokratie: Laffitte und P. Jenerwar für den Sturz der Dynastie und für die Erhebung des Hauses Orleans; die-ser war anfangs blos für den Sturz des Ministeriums Polignac und fü-r dasRecht der öffentlichen Meinung in der Mehrheit der Nationalrepräsentation. Erbegriff den staatsrechtlichen Widerspruch, in welchen die Einsetzung eines Volks-königs, durch einen Theil der Deputirten- und Pairskammer ohne Mandat undohne die Zustimmung des Volkes in den UrVersammlungen durch eine neue Wahlseiner Repräsentanten, das gefeierte Princip der Volkssouverainetät verwickelnmußte; er sah die Gefahr, welche dieser große Riß in das völkerrechtliche Bandder europäischen Staatenfamilie über Frankreich bringen konnte. Darum wollteer keine Revolution; er wollte, nachdem das Unvermeidliche geschehen und alsThatsache vollendet war, Stillstand, Frieden und gesetzliche Reform. Darum