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Percussiouvgcwchr
ren. Die beiden Freunde tonnten ihre Einsamkeit nur durch die Minyeilung ihrerDichtungen erheitern, die ihr durch Übung erstarktes Gedächtniß treu aufbewahrte.Die Strenge der Aufsicht nahm immer zu. Einmal in jedem Monat wurden dieGefangenen von einem Policeibeamten besucht, der sie nackt ausziehen, ihre Klei-der untersuchen, die Strohsacke durchwühlen ließ. Auch Maroncelli erkrankte end.lich. Eine Kniegeschwulst wurde so gefahrlich, daß nach neunmonatlichen Leidenkein Heilmittel übrig blieb, als das Bein abzunehmen, aber die arztliche Anord-nung konnte nichr eher ausgeführt werden, bis nach acht Tagen die Erlaubniß vonWien angekommen war. Am t. Aug. 1830 kündigte man den beiden Freundendas Ende ihrer Gefangenschaft an. Sie wurden in Gesellschaft eines andernLandsmanns, Tonelli aus Brescia, von einem Policeibeamten über Wien undKlagenfurth nach Italien gebracht. In Mantua mußte P. sich von Maroncellitrennen, der nach der Romagna ge wacht wurde und spater nach Paris ging. InMailand angekommen, blieb P. unter policcilicher Aufsicht und durfte Niemandensich zeigen, bis er endlich von einem Gendarmen an die Grenze von Piemont ge-führt wurde, wo piemontestsche Soldaten ihn übernahmen, um ihn nach Navarrazu bringen. Endlich erhielt er die Erlaubniß, von aller Aufsicht frei, nach Turinzu seinen Altern zu reisen. Er hat die Geschichte seiner 10jahrigen Leiden in seinerSchrift „De «nie prigsicini" (Paris 1833, deutsch Leipzig 1833) anziehend er-zahlt. Seine „b'ruueescu ein Dimini" (Mailand 1818), wozu Dante's „Divinacommaüia" ihn« den Gedanken gab, ist einer der glücklichsten Versuche, vater-landische Stoffe für das Drama zu benutzen. Die„1ff>ere" Bde., Padua1831) enthalten außer jene««, Trauerspiel die Dramen „Duiemio ck-r Nossiim",„kster ck'DuAuckcki" und „I^inür ck'Asti" und die Erzählungen ,/I'uuerecku",„^ckello", „iiosücke eck Lügi" und „Vslakricko". Die ,,'Dre nuove tra^eckie"(Turin 1832) sind „(Zismoucka cku Nenckrisio", Deoniero cka Dertona" und„Lrockiacke".
Percussionsgewehr ist der Name, welcher diejenigen Feuergewehrebezeichnet, deren Ladung nicht, wie gewöhnlich, durch das auf die Pfanne geschüt-tete Zündpulver, sondern mittels einer Knallmischung durch den Schlag des alsHammer gestalteten Hahns entzündet wird. Berthollet's und Lavoisier's Versuche,ein noch kraftigeres Schießpulver als das gewöhnliche zu bereiten, gaben zu Erfin-dung des Knallfalzes (chlorinsaures Kali) Gelegenheit, dessen große Entzündbar-keit durch einen Schlag, selbst durch starkes Reiben, jedoch seinem wirklichen Ge-brauche zum Schießen entgegentrat. Man begnügte sich daher, Zündpillen (I Liniegroße Körner) aus dieser Mischung von Ehlorkali, Schwefel und Lykopodium zumachen, deren man zwei oder drei auf die Pfanne des Gewehrs legte und sie durchdas Losschlagen des hammersörmigen Hahnes entzündete. Diese Art Schlösserwurden vielleicht zuerst in England verfertigt, «vo 1807 Forsythe ein Patent dar-auf bekam; Pauli, ein Franzose, ahmte dieses Percussionschloß bei einer Doppelflintenach, die man von hinten ladete und in der beide Schüsse in einem und demselbenLaufe unmittelbar voreinander saßen. Ein anderer Franzose, le Page in Paris, hatte1810 ein Patent zu Verfertigung der Percussionschlösser. Der verstorbene Her-zog von Weimar besaß in demselben Jahre ein solches Jagdgewehr. Die Erfin-dung ward jedoch vrst seit 1818 oder 1820 allgemeiner und auch in Deutschlandbekannt. Die meisten dieser Schlösser hatten einen besondern Deckel, welcher dasZündkorn verschloß und sich erst beim Niederschlagen des Hammers öffnete. Gös-set, Leroi, Puiforcct, Blanchard und Picherau in Frankreich verbesserten dasSchloß, bei dem das Auflegen der mit einem schwachen Firniß oder Wachs über-zogenen Zündpillen auf die Pfanne, die eine dazu eingerichtete Form erhielt, einigeSchwierigkeit hatte; auch litten sie vom Regen und Schnee; man suchte daher inEngland, ws 1821 Richards und Fop Patente darauf erhielte««, durch eine ganz