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P elrt (Jeall Jacques Germain), französiicher Generallieutenant, DirectordesDepots desKriegs und der militairischen Operationen, wurde 1779 zu Toulousegeboren, wo sein Vater als Goldarbeiter lebte. Er trat 1800 in das Corps der Jn-genicurgeographen, das damals durch diejenigen jungen Leute Zuwachs erhielt,welche einige Kenntnisse in der praktischen Geometrie und im Zeichnen hatten, undschon 1802 ward er zum Unterlieutenant und zwei Jahre darauf zum Lieutenantdefördert. Zur Ausnahme des Kriegsschauplatzes zwischen der Etsch und dem Min-cio verwendet, legte er großen Eiser und eine seltene Intelligenz bei dieser Arbeit anden Tag. Eine gelungene Schrift über die Gefechte, welche auf dem Montebaldovorfielen, rührt von ihm her. Der Marschall Massena wählte ihn 1805 zu seinemAdjutanten; 1806 wurde er Hauptmann und für die bei Eckmühl geleistetenausgezeichneten Dienste Bataillonchcf. Er war es, der sich am 2. Jul. an derSpitze von 600 Voltigeurs der Mühleninsel bemächtigte, und erhielt für dieseglänzende Wassenthat das Offizierkreuz der Ehrenlegion. Nach dem wiener Frie-den begab er sich mit Massena nach Spanien. Obgleich der Marschall, derden Oberbefehl über die Armee in Portugal erhielt, mehre ältere Adjutantenals P. hatte, war dieser doch im Besitze des vollen Vertrauens seines Generals,der ihn seinen Waffensohn (lils ck'armes) nannte, und versah bei diesem dieFunctionen eines ersten Adjutanten. Dieser hohen Gunst genoß er jedoch nichtohne einige Unannehmlichkeiten, indem man auf ihn einen Thcil des von der fran-zösischen Armee bei Busaco erlittenen Unfalls schob. Man behauptet, daß er die Re-cognoscirung, welche dem Angriffe gegen die Stellung der Engländer vorausgehensollte, gar nicht oder nur oberflächlich ausführte. Nach dem Rückzüge erhielt ereine Sendung nach Paris. Napoleon verlangte von ihm einen Bericht über dieEreignisse in Portugal und ernannte ihn 1811 zum Obersten, nachdem er diesenBericht gelesen hatte. Zu Anfang des Feldzugs in Rußland war P. Chef des Ge-neralstabs einer Division der jungen Garde und erhielt nach der Schlacht an derMoskwa das Commando des 48. Linienregiments. Von diesem Regiment, dasin Folge des verhangnißvollen Rückzugs von Moskau beinahe ganz aufgeriebenworden war, rettete er den Adler und brachte ihn zu dem Depot zurück. Im Apr.1813 ward er zum Brigadegeneral und nach der Schlacht bei Lützen zum Com-mandanten von Dresden ernannt. Während des Wassenstillstandes vertraute ihmNapoleon den Befehl über eine Brigade der jungen Garde und endlich 1814 beiEraonc das Commando des zweiten Jagerregiments zu Fuß der alten Garde an.Wahrend der ersten Restauration behielt er dieses Commando, nach der zweitenAbdankung Napoleon's aber verlor er dasselbe und blieb zwei Jahre ohne Anstel-lung. Er wurde 1818 unter die IVIarectiaux <1e des Generalstabs aufge-nommen, zum Mitglieds der Vertheidigungscommission des Königreichs ernannt,und nahm thatigen Antheil an den Arbeiten dieser Commission, deren Secretairer war. Vom Aug. bis zum 19. Sept. 1830 stand er der Applicationschule desGeneralstabs vor, bis er zum Generallieutenant und Direktor des Kriegsdepotsernannt wurde. P. ist Mitglied der Kaminer der Abgeordneten und gehört zurOpposition. Einige Wochen vor der Juliusrevolution erhielt er von der betreffen-den Behörde die Erlaubniß, seinen ursprünglichen Namen Pele in Pelet zu ver-wandeln und den Namen eines kleinen Gutes beizufügen, das er in der Gegendvon Meaux besitzt. Dieser Schritt ist wol weniger von der lächerlichen Seite,sondern vielmehr als Hinneigung zu dem aristokratischen Geiste jener Zeit zu be-urtheilen. Von P.'s Werken sind zu erwähnen: ,Memoire« sur 1a ^uerre cie1809 en ^llemaAim" (4 Bde., Paris 1826, deutsch vom General Theobald,Stuttgart 1824 — 25), ein belehrendes Werk, was den militairischen Theil an-belangt, doch ist zu bedauern, daß P. sich von allzu großer Vorliebe für Napoleonund Massena zu unhaltbaren Behauptungen hinreißen ließ; „Lssui sur les mu-