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Pascsuier
her aufgelegten Tribut verweigerten und Plünderungszüge in die fruchtbaren Land-schaften am südöstlichen Bergrücken des Kaukasus wagten, zog P. im März 1830an der Spitze eines ansehnlichen Heers gegen sie und zwang sie zur Unterwerfung.Er setzte eine neue Verwaltung des Landes ein, die theils aus russischen Beamten,the:ls aus den Ältesten der überwundenen Stamme bestand, legte eine Festung anund ließ einen Hecrhaufen zurück, um jeden Versuch zur Abwerfung des Jochesvermitteln zu können. P. war in Petersburg, als Diebitsch, dessen Anstrengun-gen zur Unterdrückung der Polen nicht den erwarteten Erfolg gehabt hatten, am9. Iun. plötzlich starb. Der Kaiser ernannte in einem Tagesbefehl vom 16. Irin,den Feldmarschall P. zum Oberbefehlshaber des Heers in Polen und als der neueFeldherr am 26. im Hauptquartier zu Pultusk angekommen war, hielt er eine altgemeine Heerschau, wo ihn das Vertrauen der Krieger begrüßte. Das Heer be-zog Cantonnirungen in der Woiwodschaft Plock längs der Grenze des preußischenGebiets, das ihm Lebensbedürfnisse lieferte, und als P. Verstärkungen ausRußland an sich gezogen hatte, begann er am 14. Jul. den Übergang über dieWeichsel. Wie er die Hauptstadt immer enger eingeschlossen, wahrend die Un-thätigkeit des polnischen Heerführers selbst günstige Augenblicke versäumte, ibmWiderstand zu leisten, und wie er endlich am 7. Sept. als Sieger in Warschaueingezogen, wird im Artikel Polen erzählt Der Kaiser verlieh P. die Fürsten-würde mit dem Namen Warszawski und ernannte ihn zum Statthalter des Kö-nigreichs Polen. Er leitet in dieser Eigenschaft die durch das kaiserliche Manifestvom 26. Febr. 1832 angeordnete neue Verwaltung des Landes.
Pasquier (Etienne Denis), Präsident der Pairskammer, Nachkomm?des berühmten Etienne P. und Sohn eines Rathes beim pariser Parlament,ward am 22. Apr. 1767 geboren. Er war zu der Laufbahn seines Vaters be-stimmt und wiewol die Revolution ihm seine Aussichten verschloß, so trat er dochnach dem 18. Brumaire durch Verwendung von Maret und Regnault de St.-Jeand'Angely als Auditor in den Staatsrath, und wurde bald darauf vom Kaiser zumBittschristenmeister ernannt. Wenige Monate nachher ward er Generalprocurator, Baron, Policeipräfect, an der Stelle von Dubois, den der Kaiser absetzte,weil der Ball des Botschafters Schwarzenberg durch eine Feuersbrunst unterbro-chen wurde. P. selbst zog sich in einer weit wichtigern Angelegenheit die Unzufriedenheit des Kaisers zu, indem er Mallet's Verschwörung nicht zuvorkam, und erwurde deshalb mit Gesängniß bestraft, allein nicht abgesetzt. Er erklärte sich 1814für die Bourbons, wurde Mitglied des königlichen Staatsraths und erhielt fastzu gleicher Zeit die Gencraldirection der Brücken und Landstraßen. Während d.rhundert Tage gehörte er zu den Wenigen, die von Napoleon nicht wieder zu Gna-den aufgenommen wurden. Zum Lohne dafür ward er bei der zweiten Restaura-tion am 8. Jul. 1815 Justizminister. Zum Deputieren erwählt und Berichter-statter beim Gesetzvorschlage über aufrührische Worte und Schriften, lobte er die-sen als eine für das allgemeine Wohl erfoderliche Maßregel, stimmte für Prevo-talgerichte. ohne übrigens das Princip der Rückwirkung gelten zu lassen, und ver-focht das sogenannte Amnestiegesetz. Barbe-Marbois folgte ihm auf kurze Zeit imMinisterium, aber schon 1817 erhielt P. seine Stelle wieder und blieb bis Ende1818 Justizminister. Unter seiner Verwaltung sielen die blutigen Scenen inLvon vor. Als er am 5. Sept. seine Stelle verlor, waren die neu ernannten Mi-nister mit Ausnahme von Deserre seinen Principien zu fremd, als daß er hätte inGemeinschaft mit ihnen bleiben können; erst nach der Abdankung von Desolles,Gouvicn St.-Cyr und Louis trat er wieder ins Ministerium ein und erhielt nundas Departement des Auswärtigen. Nach der Ermordung des Herzogs von Ben,verlangte er die Suspension der individuellen Freiheit. Man warf ihm vor, diessei der Charte zuwider und er verlange eine willkürliche Maßregel, P, aber crw''
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