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sämmtlichcr alten das Seerecht betreffenden Gesetze herausgeben. Die französi-schen Consuln im Auslände erhielten den Austrag, P. zu seinem Zwecke behülflichzu sein; manche auswärtige Gelehrten leisteten ihm Hülfe, die Regierung bestritteinen Theil der Druckkosten, und so begann seine Sammlung: ,,^ol!ectic,l! lleslvis mariliwes arrterieures au 18ieme sieeie^, wovon die beiden ersten OuactbändeParis 1828 und 1831 in der königlichen Buchdruckerei erschienen sind, mit histo-rischen Einleitungen, worin eine große, zum Theil aber erborgte Gelehrsamkeitund Belesenheit dargelegt wird. Die Sammlung selbst ist unstreitig ein sehr nütz-liches Unternehmen, da die Texte sammtlich in der Ursprache abgedruckt werden,und obschon P. selbst in fremden Sprachen wenig bewandert ist, so hat er es dochmit Hülfe Anderer zu einem correcten Abdrucke der altern Seeg.esetze mit zweckmä-ßigen Erlauterungen gebracht. Die Sammlung soll nach dem Plane des Verfas-sers aus vier bis fünf Banden bestehen. Die Iuliusrevolution machte mit ei-nem Male der politischen Bedeutsamkeit P.'s ein Ende. Er gab seine Stelleam Cassationshofe und auch die Professur an der Rechtsfacultät auf, weil erder neuen Regierung nicht den Eid der Treue leisten wollte, und übernahmSachwaltergeschafte. (15)
Pariset (Etienneä, französischer Arzt, geboren 1779 zu Grands in Cham-pagne, wurde von seinen unbemittelte» Altern in seiner Jugend einem Oheim zuNantes zur Erziehung übergeben, der aber bei seinem Parfumeriehanöel wenig fürden Unterricht des Knaben sorgte. Bei seinen natürlichen Anlagen und seinerNeigung zum Studiren machte aber P. bedeutende Fortschritte, sobald er ins Collc-gium eingetreten war. Das Conscriprionsgesetz erreichte ihn 1792 und er mußte inden Feldzügen gegen die Vendee dienen. Hier rettete er der Frau des royalistisehenGenerals von Bonchamp das Leben und schrieb zu ihren Gunsten die Bittschriftenan den Nationalconvent, wodurch in der Folge eine Erleichterung ihres Schicksalsdewirkt wurde. Nach diesen Feldzügen kehrte er wieder nach Nantes zurück, legtesich auf die Arzneikunde, wurde zum Eleven der jüngst errichteten Sanitatschulewie auch zum Bibliothekargehülfen ernannt, und erwarb sich durch seine Inaugu-raldissertation „8ur les kemorrtmAies uterines" 1895 das Arztdiplom. Er nahmnun an medicinischen und literarischen Zeitschriften und größern Werken Antheil,gab den Hippokrates heraus, trug im Athenäum die Physiologie auf eine sehr faß-liche Weise vor, und erwarb sich hier durch seine Wohlredenheit den Ruf eines derbesten Lehrer in Paris. Er hielt seine Vortrage stets aus dem Stegreife und zwarmit einer bewunderungswerthen Eleganz. Als nach der Restauration die vorma-lige ro^ale cke müüecine et clrirur^ie wieder errichtet wurde, bekamP. die Stelle als Generalsecretair an derselben; er ließ sich auch eine Zeit lang zumCensor gebrauchen, welches ihm übel gedeutet wurde und ihm viele Feindseligkei-ten zuzog. Er bekam ferner die Stelle als erster Arzt in Bicetre, und als beimEinbrüche des gelben Fiebers in Spanien die Regierung eine Commission vonÄrzten dahm absandte, um diese Seuche zu beobachten, wurde P. an die Spitzederselben gestellt. Nach der Rückkunft derselben wurde ihm und seinen Gefähr-ten mit Zustimmung der Kammern eine lebenslängliche Pension zur Belohnungausgesetzt. Er stattete der Regierung und dem Publicum einen ausführlichen, auchin das Deutsche übersetzten Bericht über die Sendung nach Spanien ab. SeineMeinung über den contagiösen Charakter des gelben Fiebers wurde jedoch von denAnticontagioniften heftig bestritten, besonders von Chervin. Er trat 1828 eineReise nach Ägypten an, um auch die Pest zu beobachten, und verweilte da-selbst mehre Monate. Das Hauptrefultat, das er von dieser Beobachtungsreisemitgebracht oder doch bekannt gemacht hat, ist, daß die Pest erst dann in Ägyptenzu wüthen angefangen habe, als dieses Land aufhörte seine Tobten einzubalsa-mireu. In einer ausführlichen Abhandlung hat er diese Ansicht zu begrün-den gesucht. (15)